RWE, Aktie

RWE Aktie: JPMorgan bleibt bei Overweight

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 03:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
JPMorgan sieht weiteres Gewinnpotenzial bei RWE; die kommenden Quartalszahlen sollen zeigen, ob sich die Erwartung bestätigt.
RWE AG (DE0007037129) Offshore-Windpark in der Nordsee bei goldenem Sonnenaufgang, ruhige See Illustration mit AI erstellt.

JPMorgan hält trotz des jüngsten Kursdrucks an seiner positiven Einschätzung für RWE fest. Die Bank erwartet von den anstehenden Quartalszahlen Hinweise auf weiteres Gewinnpotenzial. An der Börse überwog gestern dagegen die Verkaufsneigung: Die Aktie verlor -2,4% und schloss bei 55,64 €.

Damit stehen sich kurzfristige Kursschwäche und eine zuversichtliche Einschätzung der Geschäftsentwicklung gegenüber. Für Anleger rückt die Frage in den Mittelpunkt, ob RWE mit den nächsten Ergebnissen die optimistische Sicht des Analysehauses untermauern kann.

Quartalszahlen sollen Zuversicht bestätigen

JPMorgan bestätigte gestern die Einstufung „Overweight“ und das Kursziel von 68,50 Euro. Analyst Pavan Mahbubani erwartet, dass die bevorstehenden Quartalszahlen Aufwärtspotenzial gegenüber dem Analystenkonsens bestätigen. Das positive Gewinnmomentum dürfte sich seiner Einschätzung nach fortgesetzt haben.

Die Begründung der Bank richtet den Blick damit auf die operative Entwicklung. Entscheidend ist nicht allein die bestätigte Empfehlung, sondern die dahinterstehende Erwartung: RWE könnte bei den Gewinnen besser abschneiden, als es die Konsensschätzungen nahelegen. Das ist eine Prognose des Analysten, noch kein gemeldetes Ergebnis.

Der Kursrückgang fiel zugleich in einen schwachen europäischen Börsentag. Steigende Ölpreise sowie Inflations- und Zinssorgen belasteten die Märkte. Auch andere Versorger gaben nach. Ein konkreter unternehmensspezifischer Auslöser für die RWE-Verluste war Medienberichten zufolge nicht erkennbar. Aus dem Tagesminus allein lässt sich daher keine Verschlechterung des Geschäfts ableiten.

Speicherprojekte und Rechenzentren als Perspektive

Neben den bevorstehenden Ergebnissen stehen Investitionsprojekte im Blick. Ende September kündigte RWE den Bau eines Batteriespeichers in den Niederlanden an. Geplant sind eine Leistung von 400 MW und eine Kapazität von 1.100 MWh.

Das Vorhaben ergänzt die längerfristige Perspektive, ersetzt aber keine Bestätigung durch Geschäftszahlen. Für die Bewertung der JPMorgan-These bleiben zunächst die erwarteten Ergebnisse maßgeblich. Investitionsmeldungen und die kurzfristige Gewinnentwicklung sind dabei getrennt zu betrachten.

Medienberichten zufolge setzt RWE außerdem auf einen Oracle-Deal über 433 MW sowie frisches Kapital für Offshore-Projekte. Der wachsende Strombedarf von KI-Rechenzentren eröffnet demnach ein langfristiges Geschäftsfeld für Energieversorger.

Für die Aktie ergibt sich daraus ein klarer Prüfstein: Die nächsten Quartalszahlen müssen zeigen, ob sich das von JPMorgan erwartete Gewinnmomentum tatsächlich fortgesetzt hat. Die bestätigte Empfehlung liefert eine positive Einschätzung, nimmt diesen Nachweis jedoch nicht vorweg.

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