RWE Aktie: Jefferies erwartet höheres EBITDA
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 03:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Jefferies und Deutsche Bank Research haben gestern ihre Kaufempfehlungen für RWE bestätigt. Den konkreteren Ausblick liefert Jefferies: Das Analysehaus erwartet vor den anstehenden Quartalszahlen einen Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses. Damit richtet sich der Blick auf die Geschäftsentwicklung, während das unverbindliche Angebot für eine Uniper-Beteiligung eine zusätzliche strategische Frage aufwirft.
Jefferies erwartet höheres operatives Ergebnis
Medienberichten zufolge beließ Jefferies die Einstufung gestern auf „Buy“ und das Kursziel bei 75 Euro. Analyst Ahmed Farman erwartet ein bereinigtes EBITDA von 1,5 Milliarden Euro. Das entspräche einem Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die erwartete Verbesserung ist damit eine Prognose und noch kein gemeldetes Ergebnis. Für Anleger liegt der entscheidende Prüfpunkt darin, ob RWE diese operative Entwicklung mit den kommenden Zahlen bestätigt. Die Kaufempfehlung stützt sich auf einen positiven Ergebnisausblick, nicht allein auf mögliche Veränderungen im Beteiligungsportfolio.
Auch Deutsche Bank Research hielt gestern an „Buy“ fest. Das Kursziel blieb Medienberichten zufolge bei 65 Euro. Die beiden Häuser teilen somit die positive Bewertungsrichtung, setzen aber unterschiedliche Zielmarken.
Die Aktie schloss gestern bei 59,10 €. Damit liegt der Börsenkurs unter beiden bestätigten Kurszielen. Diese Zielmarken sind allerdings Analysteneinschätzungen und keine Zusage einer entsprechenden Kursentwicklung.
Uniper-Angebot mit begrenzter Rolle für RWE
Parallel zum Ergebnisausblick bleibt das Interesse an einer Uniper-Beteiligung ein Thema. Laut Reuters reichten RWE und KKR am 7. Oktober gemeinsam ein unverbindliches Angebot ein. RWE-Chef Markus Krebber erklärte, RWE werde dabei nur eine „sehr, sehr begrenzte und kleine“ Rolle spielen.
Diese Einschränkung ist für die Einordnung wesentlich: Das Angebot belegt ein Beteiligungsinteresse, aber keinen abgeschlossenen Erwerb. Krebbers Aussage spricht zudem dagegen, RWE innerhalb des Vorhabens eine führende Rolle zuzuschreiben. Aus dem unverbindlichen Schritt lässt sich deshalb noch keine konkrete finanzielle Belastung ableiten.
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