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RWE Aktie: Investitionsentscheidung für Moerdijk-Batterie

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 05:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

RWE investiert in einen Batteriespeicher in den Niederlanden und nimmt 1,5 Milliarden US-Dollar mit grünen Anleihen auf.

Isometrisches 3D-Diorama mit Windrädern und Stromtrasse im Low-Poly-Stil
RWE AG (DE0007037129) isometrisches 3D-Diorama mit Windrädern, Stromtrasse und Solarfeld im modernen Low-Poly-Stil Illustration mit AI erstellt.

RWE treibt den Ausbau flexibler Speicherinfrastruktur in Europa voran. Am 21. September hat der Energiekonzern die finale Investitionsentscheidung für ein neues Batteriespeichersystem am Kraftwerksstandort Moerdijk in den Niederlanden getroffen. Die geplante Anlage soll eine Leistung von 400 Megawatt erbringen.

Das Projekt ist mit einer Speicherkapazität von 1.100 Megawattstunden dimensioniert. Die Inbetriebnahme des Systems ist für das zweite Quartal 2028 vorgesehen. Großbatterien dieser Größenordnung gewinnen im europäischen Strommarkt an Bedeutung, da sie Schwankungen aus erneuerbaren Energiequellen ausgleichen und Netzkapazitäten bei hoher Einspeisung flexibel entlasten können.

Milliardenfinanzierung am US-Kapitalmarkt

Parallel zu den operativen Projekten sicherte sich der Konzern frische Liquidität für seine Transformationsstrategie. Am 18. September platzierte RWE eine dritte Green-Bond-Emission über insgesamt US$1.5 billion am US-Kapitalmarkt. Die Transaktion umfasst zwei Tranchen von jeweils US$750 million.

Die beiden Tranchen weisen Laufzeiten von fünf sowie zehn Jahren auf. Die Kupons wurden auf 5,625 % beziehungsweise 6,000 % jährlich festgelegt. Die Erlöse aus der Emission sollen zweckgebunden in nachhaltige Vorhaben fließen, um den fortlaufenden Ausbau des grünen Portfolios auf beiden Seiten des Atlantiks finanziell zu untermauern.

Breites Portfolio an neuen Projekten

Neben den Speicherplänen verzeichnete der Konzern weitere operative Fortschritte. Am 18. September erhielt RWE bei einer Auktionsrunde der Bundesnetzagentur Zuschläge für zwei deutsche Windprojekte mit zusammen 119 Megawatt Leistung. Die Parks Jüchen 3 und Seedorf sollen vorbehaltlich finaler Investitionsentscheidungen im Jahr 2028 ans Netz gehen.

Auf dem US-Markt schloss RWE zudem am 17. September einen virtuellen Stromabnahmevertrag mit Oracle ab. Der Vertrag umfasst 433 Megawatt Erzeugungskapazität aus drei texanischen Windparks und soll unter anderem den Energiebedarf von Rechenzentren bedienen. Zur Stärkung der regulierten Ertragsbasis hatte das Unternehmen zudem vor über einem Monat seine Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion ausgebaut.

Solide Verfassung am Aktienmarkt

An der Börse spiegeln sich die operativen Weichenstellungen in einer stabilen Tendenz wider. Die Aktie von RWE beendete den Handel am Freitag bei einem Schlusskurs von 59,52 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursgewinn damit auf 31 %.

Vom 52-Wochen-Hoch trennt die Notierung ein Abstand von 4,6 %. Begleitend dazu bestätigte UBS am 14. September Medienberichten zufolge ein Kursziel von 68 Euro für den Titel.

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