RWE Aktie: Düren-Merken nimmt Betrieb auf
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 06:28 Uhr | Redaktion boerse-global.deRWE hat am Donnerstag den Windpark Düren-Merken in Betrieb genommen und damit einen weiteren Ausbau seiner Erzeugung umgesetzt. Bereits am Mittwoch ging eine zusätzliche Solarstufe bei Jüchen ans Netz. Für Anleger steht damit die Umsetzung konkreter Projekte im Mittelpunkt: Neben den fertigen Anlagen bleibt ein Batteriespeicher als nächster Baustein im Bau.
Wind und Solar liefern zusätzliche Leistung
Nach Unternehmensangaben umfasst der Windpark Düren-Merken zwei Anlagen mit rund 14 Megawatt installierter Gesamtleistung. Rechnerisch können sie rund 9.000 Haushalte versorgen. Mit der Inbetriebnahme ist das Projekt über die Planungs- und Bauphase hinaus.
Die Meldung folgt unmittelbar auf die Erweiterung des Solarprojekts entlang der A44n bei Jüchen. Dort ergänzte RWE mit der zweiten Ausbaustufe rund 20 Megawatt peak. Die Gesamtleistung des Projekts wächst dadurch auf mehr als 100 Megawatt peak.
Beide Meldungen betreffen somit fertiggestellte Erzeugungsanlagen und nicht lediglich angekündigte Vorhaben. Diese Unterscheidung ist für die Bewertung des Projektfortschritts wichtig: RWE meldet hier bereits den Übergang in den Betrieb.
Beim Solarprojekt kommt ein weiterer Bestandteil hinzu: Ein Batteriespeicher mit 75 Megawatt befindet sich im Bau. Seine Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2027 geplant. Anders als die zusätzliche Solarleistung ist dieser Teil des Projekts also noch nicht fertiggestellt.
Kapital fließt auch durch Verkäufe zurück
Zum Ausbau tritt die Umschichtung von Beteiligungen. RWE setzt damit nicht ausschließlich auf das Halten sämtlicher Projektanteile. Der Verkauf einer Offshore-Beteiligung zeigt einen anderen Weg, Kapital für bestehende Vorhaben verfügbar zu machen.
Am 8. Oktober schloss RWE den Verkauf ihres 33,33-%-Anteils am Offshore-Windpark Five Estuaries ab. Käufer ist EDF power solutions UK and Ireland. EDF übernimmt außerdem die Projektleitung für die Partner des Gemeinschaftsunternehmens.
RWE erklärte, den Erlös in bestehende genehmigte Offshore-Projekte reinvestieren zu wollen. Damit benennt das Unternehmen eine konkrete Verwendungsabsicht. Der abgeschlossene Verkauf und die geplante Reinvestition sind dabei getrennte Schritte.
Nächster Prüfstein ist die Zwischenmitteilung
Die jüngsten Inbetriebnahmen dokumentieren operativen Fortschritt. Welche Bedeutung dieser für die finanzielle Entwicklung hat, lässt sich daraus allein jedoch nicht ableiten.
Der nächste angekündigte Berichtstermin ist der 11. November. Dann veröffentlicht RWE die Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2026. Für Anleger stehen bis dahin die bereits erreichten Projektmeilensteine und die noch geplante Fertigstellung des Speichers nebeneinander.
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