Rumble Aktie: Quake AI schließt KI-Vertrag
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 10:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Technologieunternehmen Rumble positioniert sich mit einem massiven Infrastrukturgeschäft neu im Markt für Künstliche Intelligenz (KI). Im Zentrum der aktuellen Entwicklung steht ein auf sechs Jahre angelegter Vertrag über KI-Chips und GPU-Dienstleistungen mit einem Volumen von rund 13,7 Milliarden Dollar.
Laut Reuters ist dieser Kontrakt mit einem namentlich nicht genannten US-Cloud-Kunden der wesentliche Treiber hinter der jüngsten Kursbewegung. Am heutigen Dienstag legte die Aktie um 9,0 % auf 7,84 € zu.
Infrastruktur-Deal mit Finanzierungsfragen
Der am 24. August bekanntgegebene Großauftrag wird über die Konzerneinheit Quake AI abgewickelt. Die Vereinbarung sieht eine Umsetzung in drei Tranchen vor, wobei die finale Phase von der Zustimmung des Kunden zum Liefertermin abhängt.
Ein besonderes Detail der Vereinbarung ist eine weitreichende Aktienoption für den Auftraggeber: Dieser erhält das Recht, rund 51 Millionen Rumble-Aktien zu einem Preis von lediglich einem Cent pro Stück zu erwerben.
Trotz der enormen Auftragssumme stehen die Verantwortlichen vor operativen Hürden. Medienberichten zufolge verfügt Rumble derzeit noch nicht über die notwendigen Finanzmittel, um den 13,7 Milliarden Dollar schweren Vertrag vollständig zu erfüllen.
Die Beschaffung des Kapitals gilt daher als ein kritisches Risiko für die tatsächliche Umsetzung des Geschäfts. Der Kurs notiert infolge der Spekulationen um den KI-Ausbau aktuell rund 31 % über seinem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt.
Umsatzprognose für das dritte Quartal verdoppelt
Parallel zum KI-Vorstoß legte das Unternehmen am 25. August die Zahlen für das zweite Quartal 2026 vor. Rumble erzielte einen Umsatz von 40,37 Millionen Dollar bei einem Verlust pro Aktie von 0,28 Dollar. Ein Beitrag von 4,8 Millionen Dollar stammte dabei aus Anzeigenzusagen von Tether. Das Management betonte, dass die jüngsten Investitionen gezielt darauf ausgerichtet waren, die Bereitschaft für Rechenkapazitäts-Verträge im KI-Sektor zu erhöhen.
Für das laufende dritte Quartal gab sich die Konzernführung deutlich optimistischer und hob die Umsatzprognose signifikant an. Das Unternehmen erwartet nun Einnahmen in einer Spanne von 87 bis 93 Millionen Dollar, was mehr als einer Verdopplung des Vorquartalsniveaus entspräche.
CEO Chris Pavlovski nannte in diesem Zusammenhang CoreWeave und die Nebius Group als Zielpartner für die Expansionspläne der KI-Infrastruktur, was am Markt als Bestätigung der strategischen Neuausrichtung gewertet wurde.
Strategische Weichenstellungen und personelle Wechsel
Inmitten dieser geschäftlichen Transformation kommt es auch zu Veränderungen in der Führungsstruktur. Laut einer Pflichtmitteilung vom 26. August ist Paul Cappuccio zum 21. August aus dem Board of Directors ausgeschieden. Er wird im September die Position des Chief Legal Officer beim Plattformbetreiber Reddit übernehmen.
Rumble stellte klar, dass der Rücktritt nicht auf Unstimmigkeiten mit dem Unternehmen zurückzuführen sei. Das Kontrollgremium wurde infolge des Ausscheidens auf fünf Direktoren verkleinert.
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