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RTX Aktie: Zwei Triebwerks-Coups

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 14:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Pratt & Whitney bringt das F135-Upgrade voran und erweitert mit Hermeus die Fertigung des F100-Triebwerks für US-Kampfjets.

Freistehende unbeschriftete Einzelhandelsimmobilie in US-Vorort bei Sonnenuntergang
Realty Income Corp US75513E1010 zeigt eine markenfreie Einzelhandelsimmobilie in typischem US-Vorort bei Sonnenlicht Illustration mit AI erstellt.

Pratt & Whitney, die Triebwerkssparte von RTX, meldet an einem einzigen Tag gleich zwei Fortschritte bei ihren wichtigsten Militärprogrammen. Der eine betrifft die Zukunft des F-35-Kampfjets, der andere eröffnet eine neue Produktionslinie für eines der meistgenutzten Kampfflugzeug-Triebwerke der USA.

F-35-Triebwerk nimmt Hürde

Pratt & Whitney hat die Risikominderungs-Designprüfung für das F135 Engine Core Upgrade abgeschlossen. Das Upgrade soll dem F-35 Lightning II mehr Leistung und Wärmemanagement verschaffen, damit der Jet künftige Block-4-Fähigkeiten und weitere Sensoren sowie Waffensysteme tragen kann. Die Meilenstein-Prüfung bewertete Design, Integration und die Bereitschaft der Industriebasis für Produktion und Nachrüstung.

Das Programm baut auf der bestehenden F135-Architektur auf und ist als direkter Einbau sowohl für neue als auch für bereits ausgelieferte Maschinen konzipiert. Pratt & Whitney hat bislang mehr als 1.500 F135-Serientriebwerke an Kunden in 20 verbündeten Nationen geliefert. Der zugrundeliegende Auftrag stammt aus dem Jahr 2024 — die aktuelle Design-Prüfung markiert einen weiteren Schritt Richtung Serienreife.

Neuer Fertigungspartner für das F100

Parallel dazu hat Pratt & Whitney eine Produktionslizenz-Vereinbarung mit dem Rüstungs-Start-up Hermeus geschlossen. Hermeus darf künftig F100-PW-229-Triebwerke selbst fertigen — ein Antrieb, der seit über fünf Jahrzehnten die F-15 und F-16 der US Air Force antreibt und mehr als 32 Millionen Flugstunden aufweist.

Für Hermeus ist die Lizenz ein strategischer Schritt: Das Unternehmen treibt damit sein unbemanntes Überschallflugzeug Quarterhorse voran, das dieses Jahr bereits Überschallgeschwindigkeit erreichte. Für Pratt & Whitney bedeutet die Vereinbarung eine zusätzliche qualifizierte Fertigungsquelle für ein stark nachgefragtes Triebwerk — ein Baustein, um die heimische Rüstungsindustrie breiter aufzustellen.

Beide Meldungen zeigen, wie RTX seine Triebwerkssparte auf zwei Zeitachsen gleichzeitig ausbaut: kurzfristig durch zusätzliche Fertigungskapazität für bewährte Antriebe, langfristig durch die Modernisierung der F-35-Flotte für die kommenden Jahrzehnte. Beide Programme laufen nach eigenen Angaben planmäßig weiter.

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