RTX, Aktie

RTX Aktie: Prognose deutlich angehoben

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 13:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Ziele für Umsatz, bereinigten Gewinn und Cashflow folgen auf zweistelliges Wachstum in allen drei Sparten.
Realty Income Corp US75513E1010 inspiriert ein geometrisches Bauhaus-Poster mit den Sektor-Kürzeln REIT und RETAIL Illustration mit AI erstellt.

RTX hebt nach starken Quartalszahlen gleich bei drei Kennzahlen die Jahresziele an. Dahinter stehen zweistelliges Wachstum in allen drei Sparten und ein Sondereffekt, der den Gewinn spürbar aufpolstert.

Zahlen im Überblick

Der Umsatz im dritten Quartal stieg um 11 Prozent auf rund 25,0 Milliarden Dollar, organisch waren es 12 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 33 Prozent auf 2,26 Dollar. Unter dem Strich stehen 1,89 Dollar je Aktie, nach 1,41 Dollar im Vorjahr.

Ein Teil des Gewinnsprungs ist allerdings einmaliger Natur. Die Erstattung von Kosten im Zusammenhang mit den IEEPA-Zöllen trug 0,25 Dollar zum bereinigten Ergebnis bei. Ohne diesen Effekt läge das Plus deutlich niedriger.

Der freie Cashflow fiel auf 2,1 Milliarden Dollar, nach gut 4,0 Milliarden im Vorjahresquartal. Der Auftragsbestand erreichte mit 340 Milliarden Dollar einen Rekord, davon entfallen 176 Milliarden auf das zivile und 164 Milliarden auf das Rüstungsgeschäft.

Sparten mit unterschiedlichem Profil

Raytheon wuchs am stärksten, der Umsatz legte um 14 Prozent zu. Treiber waren Marineprogramme sowie Luftverteidigungssysteme wie Patriot, Standard Missile und Tomahawk. Der operative Gewinn stieg um 32 Prozent.

Collins Aerospace profitierte von einem Plus von 23 Prozent im Erstausrüstungsgeschäft für zivile Flugzeuge. Die bereinigte operative Marge sprang auf 21,3 Prozent.

Bei Pratt & Whitney fällt das Bild gemischter aus. Das bereinigte operative Ergebnis wuchs um 29 Prozent, getrieben vom Servicegeschäft, vor allem für den Getriebefan GTF. Der ausgewiesene operative Gewinn sank dagegen um 19 Prozent, weil eine Belastung von 363 Millionen Dollar im Zusammenhang mit der Insolvenz eines Kunden zu Buche schlug.

Höhere Ziele für 2026

Der Vorstand rechnet nun mit einem bereinigten Umsatz von 97,0 bis 97,5 Milliarden Dollar, bisher waren 95,0 bis 96,0 Milliarden angepeilt. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 7,65 bis 7,75 Dollar liegen, zuvor standen 7,10 bis 7,25 Dollar im Plan.

Auch beim freien Cashflow geht es nach oben: Erwartet werden 9,0 bis 9,2 Milliarden Dollar statt 8,50 bis 8,75 Milliarden. Konzernchef Chris Calio verweist auf neue Aufträge von mehr als 81 Milliarden Dollar im Quartal, darunter mehrjährige Produktionsverträge für Tomahawk und AMRAAM.

Die Telefonkonferenz zu den Zahlen fand heute um 8:30 Uhr Ostküstenzeit statt. Im Mittelpunkt dürfte die Frage stehen, wie viel vom angehobenen Gewinnziel auf die einmalige Zollerstattung entfällt und wie stark der schwächere Cashflow im Quartal das Gesamtjahr belastet.

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