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RTX Aktie: Neuer Triebwerksstandard startet

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 12:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die erste A321XLR mit GTF Advantage ging an United; Pratt & Whitney Canada sicherte sich zudem einen Wartungsvertrag bis 2030.

Freistehende unbeschriftete Einzelhandelsimmobilie in US-Vorort bei Sonnenuntergang
Realty Income Corp US75513E1010 zeigt eine markenfreie Einzelhandelsimmobilie in typischem US-Vorort bei Sonnenlicht Illustration mit AI erstellt.

Pratt & Whitney, die Triebwerkssparte von RTX, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die erste mit dem neuen GTF-Advantage-Triebwerk ausgestattete Airbus A321XLR ist an United Airlines ausgeliefert worden. Für RTX markiert das den Start einer neuen Produktgeneration im hart umkämpften Geschäft mit Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen.

Mehr Reichweite, längere Standzeiten

Der GTF Advantage soll gegenüber dem aktuellen GTF-Modell bis zu doppelt so lange Standzeiten bieten und liefert 4 bis 8 Prozent mehr Schub beim Start. Das kommt besonders der A321XLR zugute, die für lange Nonstop-Strecken ausgelegt ist. Wichtig für Airlines: Das neue Triebwerk lässt sich mit bestehenden GTF-Modellen mischen und austauschen, was den Flottenbetrieb vereinfacht.

Pratt & Whitney plant, die komplette Produktionslinie des PW1100G-JM bis 2028 auf den Advantage-Standard umzustellen. Bestandskunden sollen zudem über ein Nachrüstpaket für die Triebwerks-Heißsektion einen Großteil der Haltbarkeitsvorteile nachholen können — verfügbar ab Anfang kommenden Jahres bei regulären Wartungsterminen.

Zweites Standbein: Wartungsgeschäft in Asien

Parallel zur Triebwerks-Neuheit hat die kanadische Tochter Pratt & Whitney Canada einen Vierjahresvertrag mit der malaysischen Airline AirBorneo unterschrieben.

Der Deal betrifft Wartung, Reparatur und Überholung der PW127M-Triebwerke, die AirBorneos ATR-72-500-Turbopropflotte antreiben, und läuft bis 2030. Die Arbeiten sollen größtenteils in der jüngst erweiterten Singapur-Anlage des Unternehmens stattfinden, die als Drehkreuz für den Asien-Pazifik-Raum dient.

Für RTX zeigen beide Meldungen dieselbe Stoßrichtung: Das Unternehmen baut sein Servicegeschäft rund um bereits verkaufte Triebwerke systematisch aus — von Neuauslieferungen bis zu langfristigen Wartungsverträgen. Dieses wiederkehrende Erlösmodell gilt als stabilisierender Faktor neben dem zyklischeren Neugeschäft mit Flugzeugherstellern.

Die Aktie schloss zuletzt bei rund 192 Dollar. Mit der Umstellung der PW1100G-JM-Produktion bis 2028 hat sich RTX einen mehrjährigen Fahrplan gesetzt, an dem sich der Fortschritt der neuen Triebwerksgeneration künftig ablesen lässt.

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