RTX Aktie: Milliarden für Tomahawk
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 14:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Auftrag mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einem Volumen von 22,9 Milliarden Dollar: Raytheon, die Rüstungssparte von RTX, soll die Produktion von Tomahawk-Marschflugkörpern für die US-Marine kräftig hochfahren. Der Vertrag ist Teil des Programms "Arsenal of Freedom" des US-Verteidigungsministeriums, das die heimische Rüstungsindustrie stärken soll.
Ziel ist eine jährliche Fertigungskapazität von mehr als 1.000 Tomahawk-Raketen samt zugehöriger Unterstützungsleistungen. Damit setzt RTX einen bereits eingeschlagenen Weg fort: Im ersten Halbjahr 2026 lieferte der Konzern nach eigenen Angaben dreimal so viele Tomahawks aus wie im Vergleichszeitraum 2025.
Zulieferer im Fokus
Für die Skalierung setzt Raytheon auf ein breites Netzwerk. Hunderte kleine und mittelständische Zulieferer im ganzen Land sollen eingebunden werden, um die Produktion in der geforderten Geschwindigkeit hochzufahren. Raytheon-Präsident Phil Jasper verwies auf Investitionen in Personal, Technologie, Lieferkette und Fertigungsanlagen, um die steigende Nachfrage zu bedienen.
Die Tomahawk gilt als eines der wichtigsten Waffensysteme der Marine – ein Marschflugkörper, der Ziele in mehreren hundert Kilometern Entfernung treffen kann, ohne eigene Soldaten in Gefahr zu bringen. Das System ist seit Jahrzehnten im Einsatz und wird von verschiedenen Plattformen aus Luft, Land und See gestartet.
Der Auftrag reiht sich in eine Serie milliardenschwerer Verträge ein, die RTX zuletzt im Verteidigungsgeschäft an Land gezogen hat. Der Konzern erzielte 2025 einen Umsatz von mehr als 88 Milliarden Dollar und beschäftigt weltweit über 180.000 Mitarbeiter. Die Aktie notierte im vorbörslichen Handel bei 225,44 Dollar, ein Plus von gut einem Prozent.
Mit dem neuen Tomahawk-Vertrag sichert sich RTX über die kommenden sieben Jahre eine planbare Auslastung seiner Raketenfertigung – ein Signal, das angesichts der geopolitischen Nachfrage nach Präzisionswaffen kaum überraschen dürfte.
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