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RTX Aktie: Collins rüstet Funkhöhenmesser für FAA nach

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 04:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
RTX steigerte Umsatz und bereinigten Gewinn im dritten Quartal und erhöhte die Jahresprognose; Collins plant Funkhöhenmesser-Upgrades ab 2027.
Realty Income Corp US75513E1010 stellt die San-Diego-Skyline als stimmungsvolles Aquarell bei Sonnenuntergang dar Illustration mit AI erstellt.

RTX bereitet seine Funkhöhenmesser auf neue Anforderungen der US-Luftfahrtbehörde FAA vor. Die Konzerneinheit Collins Aerospace kündigte am Mittwoch entsprechende Nachrüstungen an. Sie sollen zugleich die Widerstandsfähigkeit gegen 5G-Störungen verbessern.

Der Beginn der Umrüstungen in den Servicezentren ist für 2027 vorgesehen. Damit steht zunächst ein angekündigter technischer Anpassungsschritt im Mittelpunkt, keine bereits abgeschlossene Einführung.

Collins setzt auf höhere Störfestigkeit

Die Ankündigung verbindet zwei Ziele: die Erfüllung neuer FAA-Betriebsstandards und einen besseren Schutz vor Funkstörungen. Für Anleger ist dabei die Unterscheidung zwischen Ankündigung und Umsetzung wichtig. Collins hat den technischen Anpassungsschritt vorgestellt; die Arbeiten in den Servicezentren sollen erst im kommenden Jahr beginnen.

Die Meldung betrifft damit die künftige Ausstattung der Funkhöhenmesser. Sie ist nicht mit einem bezifferten Auftrag gleichzusetzen. Für die finanzielle Einordnung von RTX bleiben deshalb vor allem die Quartalszahlen und der angehobene Jahresausblick maßgeblich.

Höhere Prognose bildet den finanziellen Rahmen

Am Dienstag meldete RTX für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 25,0 Milliarden $. Das entsprach einem Zuwachs von 11 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das Umsatzwachstum ging mit einer deutlich stärkeren Steigerung des bereinigten Ergebnisses je Aktie einher. Die Geschäftsentwicklung bildet damit einen eigenständigen Hintergrund für die Produktankündigung von Collins.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 2,26 $ und lag damit 33 % über dem Vorjahreswert. Zugleich bezifferte RTX den Auftragsbestand auf 340 Milliarden $.

Mit der Ergebnisvorlage hob der Konzern auch seine Erwartungen für das Gesamtjahr an. Die höheren Zielspannen betreffen sowohl den bereinigten Umsatz als auch Ergebnis und freien Mittelzufluss.

Für 2026 erwartet RTX nun einen bereinigten Umsatz zwischen 97,0 und 97,5 Milliarden $. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie liegt die neue Spanne bei 7,65 bis 7,75 $.

Diese Angaben bleiben Prognosen. Sie beschreiben die Erwartungen des Unternehmens und sind von den bereits gemeldeten Quartalsergebnissen zu trennen.

Den freien Mittelzufluss erwartet RTX für 2026 zwischen 9,0 und 9,2 Milliarden $.

SEC-Untersuchung bleibt ein Risikofaktor

Neben den operativen Fortschritten besteht weiterhin regulatorische Unsicherheit. In der am Dienstag eingereichten Quartalsmeldung erklärte RTX, dass die SEC-Untersuchung zu den Angaben von Pratt & Whitney über Pulvermetall fortdauere. Zeitpunkt und Ausgang könne das Unternehmen nicht vorhersagen.

Für Anleger ergibt sich damit ein differenziertes Bild: Collins bereitet eine technische Nachrüstung vor, während RTX seinen finanziellen Ausblick angehoben hat. Die laufende Untersuchung bleibt davon unberührt. Weder die Produktankündigung noch die höhere Prognose erlauben einen Rückschluss auf ihren Ausgang.

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