Rotork Aktie: Jupiter meldet Beteiligung
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 14:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Rund um das laufende Übernahmeverfahren von Rotork durch den Schweizer Industriekonzern ABB bringen sich institutionelle Anleger in Stellung. Pflichtmitteilungen zeigen eine Serie von Bestandsmeldungen großer Vermögensverwalter bei dem britischen Spezialisten für Antriebstechnik. Die Aktie notiert am heutigen Handelstag mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent bei 4,89 GBP.
Institutionelle Investoren legen Positionen offen
Aus einer gestern veröffentlichten aufsichtsrechtlichen Offenlegung geht hervor, dass The Vanguard Group einen Anteil von 5,45 Prozent an Rotork hält. Dies entspricht 44.532.520 Stammaktien mit Stichtag zum 22. September. Der US-Vermögensverwalter erwarb zudem ein weiteres Aktienpaket von 11.248 Rotork-Titeln zu einem Preis von 4,86 GBP je Anteilsschein.
Die Offenlegung reiht sich in eine Reihe jüngster Meldungen ein. Am Dienstag meldete die Man Group das Halten von mindestens einem Prozent der Anteile gemäß den Bestimmungen für Übernahmeangebote.
Bereits am Montag hatte Jupiter Asset Management eine vergleichbare Offenlegung über eine Beteiligung an dem britischen Unternehmen eingereicht. Solche Transparenzmeldungen nach Form 8.3 sind im britischen Markt üblich, sobald Investoren relevante Bestände an Zielgesellschaften laufender Übernahmen halten oder umschichten.
Vollzug der Transaktion im kommenden Jahr angepeilt
Hintergrund der regen Handels- und Meldeaktivitäten ist die geplante Übernahme durch ABB. Die Rotork-Aktionäre hatten dem empfohlenen Barangebot vor gut drei Wochen im Rahmen von drei separaten Versammlungen mit deutlichen Mehrheiten zugestimmt.
Bei der maßgeblichen gerichtlichen Versammlung der Stammaktionäre votierten 96,01 Prozent für die Vereinbarung. Die Versammlung der Vorzugsaktionäre billigte die Regelung mit einer Mehrheit von 99,17 Prozent.
Damit ist eine zentrale Hürde auf dem Weg zum Zusammenschluss genommen, der am 16. Juli 2026 angekündigt worden war. Vollzogen ist die Transaktion damit allerdings noch nicht.
Das Verfahren nach dem britischen Companies Act sieht vor dem Inkrafttreten die formelle gerichtliche Bestätigung sowie die Erfüllung weiterer aufschiebender Bedingungen vor. Mit dem endgültigen Abschluss der Transaktion rechnen die beteiligten Parteien im ersten Halbjahr 2027.
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