Rolls-Royce, Aktie

Rolls-Royce Aktie: Trent 1000 XE für drei Airlines

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 03:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rolls-Royce hebt nach starkem ersten Halbjahr die Jahresziele deutlich an und kündigt höhere Dividenden sowie Aktienrückkäufe an.

Rolls-Royce Aktie: Rekord-Halbjahr und angehobene Prognose treiben Kurs
Nahaufnahme einer modernen Flugzeugturbine in einer industriellen Wartungshalle mit atmosphärischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der britische Triebwerkhersteller Rolls-Royce setzt seinen Wachstumskurs an den Kapitalmärkten fort. Mit einer Marktkapitalisierung von 147,97 Milliarden € festigt der Konzern seine Stellung im Branchenvergleich deutlich. Die Aktie spiegelt diese Entwicklung wider und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 36,81%.

Starke Halbjahreszahlen treiben den Ausblick

Grundlage für das wachsende Vertrauen der Investoren ist eine deutliche Anhebung der Ziele für das Gesamtjahr 2026, die das Unternehmen am 30. Juli bekannt gab. Rolls-Royce erwartet nun einen bereinigten operativen Gewinn zwischen 4,7 Milliarden und 4,9 Milliarden Pfund.

Zuvor lag die Prognosespanne bei 4,0 Milliarden bis 4,2 Milliarden Pfund. Auch die Erwartung für den freien Cashflow wurde auf 3,8 Milliarden bis 4,0 Milliarden Pfund nach oben korrigiert.

Dieser Optimismus gründet auf einem starken ersten Halbjahr. Der bereinigte operative Gewinn stieg um 46 Prozent auf 2,5 Milliarden Pfund, während der Umsatz organisch um 26 Prozent auf 11,3 Milliarden Pfund zulegte. Die operative Marge erreichte dabei 22,5 Prozent.

Besonders in der zivilen Luftfahrtsparte profitierte das Unternehmen von verbesserten Vertragskonditionen. Zudem gab Rolls-Royce bekannt, dass drei Fluggesellschaften, darunter LATAM Airlines, das neue Trent 1000 XE-Triebwerk für ihre Boeing 787 Dreamliner-Flotten ausgewählt haben.

Kapitalrückführungen und verbesserte Bonität

Parallel zur operativen Stärke hat Rolls-Royce die Rückkehr zu Dividendenzahlungen eingeleitet. Für das erste Halbjahr wurde eine Zwischendividende von 6,0 Pence je Aktie angekündigt, was einer Steigerung von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Die Auszahlung an die Aktionäre ist für den 18. September geplant. Zudem schreitet das laufende Aktienrückkaufprogramm voran: Von den für 2026 geplanten 2,5 Milliarden Pfund wurden bereits 1,4 Milliarden Pfund umgesetzt. Bis zum Jahr 2028 plant das Management Kapitalrückführungen in einer Gesamthöhe von 7 bis 9 Milliarden Pfund.

Die finanzielle Sanierung des Konzerns wird auch von den Ratingagenturen honoriert. Moody’s und Fitch stuften die Kreditwürdigkeit des Unternehmens jüngst auf A3 beziehungsweise A- hoch und vergaben jeweils einen stabilen Ausblick. S&P Global bestätigte ein Rating von BBB+ mit positivem Ausblick. Das Unternehmen konnte zudem seine Netto-Cash-Position zum Ende des ersten Halbjahres auf 2,1 Milliarden Pfund verbessern.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Analysten bewerten die Transformation des Konzerns weiterhin positiv. David Perry von JPMorgan hob am Dienstag der vergangenen Woche das Kursziel für Rolls-Royce von 1.625 auf 1.800 Pence an und bekräftigte die Einstufung „Overweight“.

Die Experten von Jefferies bestätigten am 31. Juli ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 1.870 Pence. Auch wenn Morningstar darauf hinweist, dass ein Teil der starken Halbjahresergebnisse in der zivilen Luftfahrt auf zeitliche Effekte bei der Vertragsgestaltung zurückzuführen sei, bleibt der allgemeine Marktkonsens konstruktiv.

Zum Handelsschluss am Montag notierte das Papier bei 18,03 €. Neben den institutionellen Anlegern zeigten sich zuletzt auch Insider zuversichtlich: Medienberichten zufolge erwarb Helen McCabe am Freitag neun Aktien im Rahmen einer Transaktion, nachdem bereits Angela Strank am 30. Juli ihren Bestand um 1.712 Anteile aufgestockt hatte.

Das Unternehmen profitiert weiterhin von seinem mehrjährigen Transformationsprogramm, das die Profitabilität und den Cashflow nachhaltig steigern soll.

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