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Rockwell Automation Aktie: Warnung vor Cyberrisiken

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 15:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rockwell Automations Branchenanalyse zeigt hohe Cybervorfallzahlen und geplante KI-Nutzung für Schutzmaßnahmen in der Fertigungsindustrie.

Roboterarm an Förderband in moderner Fabrikhalle, markenfreie Industrieautomatisierung
Fabrikautomatisierung mit Roboterarm zeigt Rockwell Automation ISIN US7739031091 in industrieller Produktionshalle mit Förderband Illustration mit AI erstellt.

Ein Drittel der Industrieunternehmen sieht in Cybersicherheitsrisiken mittlerweile eines der größten Hindernisse für weiteres Wachstum. Das ist das zentrale Ergebnis einer neuen globalen Studie, die Rockwell Automation heute veröffentlicht hat. Der Automatisierungskonzern aus Milwaukee liefert damit nicht nur Zahlen, sondern positioniert sich selbst als Antwort auf ein Problem, das er in der eigenen Kundschaft identifiziert.

Vertrauen trotz steigender Vorfallzahlen

Die Erhebung mit rund 1.560 Entscheidungsträgern aus 17 führenden Fertigungsnationen zeigt ein auffälliges Missverhältnis. 46 Prozent der befragten Unternehmen waren im vergangenen Jahr von einem Cybervorfall betroffen. Trotzdem sind 90 Prozent überzeugt, einen solchen Vorfall verhindern, eindämmen oder überwinden zu können.

Diese Diskrepanz zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Sicherheit dürfte auch für Rockwell Automation geschäftlich relevant sein. Immerhin haben bereits 62 Prozent der Befragten in Cybersicherheitsplattformen investiert, und die Technologie rangiert bei der wahrgenommenen Kapitalrendite an zweiter Stelle unter allen Investitionsfeldern.

IT/OT-Konvergenz als Wachstumstreiber und Risiko zugleich

Der Bericht mit dem Titel "Betriebliche Resilienz im Zeitalter der Konnektivität" macht die zunehmende Verschmelzung von Informationstechnologie und Betriebstechnologie als zentralen Risikofaktor aus.

Genau an diesen Schnittstellen entstehen laut der Studie die zweithäufigsten Einfallstore für Cybervorfälle. Gleichzeitig sehen 37 Prozent der Unternehmen in einer abgesicherten IT/OT-Architektur einen Hebel für positive Geschäftsergebnisse in den kommenden fünf Jahren.

Auch künstliche Intelligenz spielt eine wachsende Rolle. 45 Prozent der Unternehmen planen, binnen zwölf Monaten KI und maschinelles Lernen gezielt für Cybersicherheitsinitiativen einzusetzen — etwa zur besseren Erkennung und Überwachung von Bedrohungen.

Für Rockwell Automation, das sich selbst als weltgrößtes Unternehmen für industrielle Automatisierung positioniert, liefert die Studie ein passendes Argument für das eigene Portfolio an Cybersicherheitsdienstleistungen.

Ob sich daraus tatsächlich zusätzliche Aufträge im laufenden Geschäftsjahr ergeben, lässt sich aus der Veröffentlichung selbst nicht ablesen — die Zahlen liefern vor allem ein Stimmungsbild der Branche, keine konkreten Vertragsabschlüsse.

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