Rocket, Lab

Rocket Lab: Aktie fällt wegen SpaceX

Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 06:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rocket Lab verliert nach SpaceX-Meldung 4,1 Prozent, während Umsatz, Auftragsbestand und Raumfahrtaufträge zuletzt weiter zulegten.

Rocket Lab: Kursrückgang trotz operativer Fortschritte und Neutron-Fokus
Abstrakte Darstellung der Raumfahrtindustrie mit metallischen Strukturen in einer modernen Anlage bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Rocket Lab geriet am Freitag unter Druck – nicht wegen eigener Nachrichten, sondern wegen eines Konkurrenten. SpaceX hatte gegenüber der US-Regulierungsbehörde FCC einen Iridium-Satellitendeal angezeigt, was Weltraumwerte branchenweit belastete. Die Aktie verlor am Freitag 4,1 Prozent und schloss bei 55,60 Euro. Medienberichten zufolge handelte es sich um eine sektorweite Verkaufswelle, nicht um eine unternehmensspezifische Meldung.

Der Kursverfall reiht sich in eine bereits angeschlagene charttechnische Lage ein. Auf Wochensicht steht ein Minus von 11 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn liegt das Papier 9,6 Prozent im Minus.

Der Relative-Stärke-Index von 34,8 signalisiert eine überverkaufte Situation, und der Kurs notiert rund 18 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Auf Zwölfmonatssicht bleibt dennoch ein Plus von 35 Prozent bestehen – ein Hinweis darauf, dass die jüngste Schwäche eher eine Korrektur als eine fundamentale Neubewertung darstellt.

Operatives Geschäft läuft auf hohen Touren

Während die Aktie unter sektorweitem Gegenwind leidet, meldete Rocket Lab operativ zuletzt Fortschritte auf breiter Front. Am 21. August startete das Unternehmen von der neuseeländischen Startrampe Launch Complex 1 seine 93. Electron-Mission und brachte für den japanischen Kunden iQPS einen weiteren QPS-SAR-Satelliten in den Orbit. Rocket Lab erklärte, neun weitere dedizierte Starts für iQPS seien bis 2030 bereits gebucht.

Auch im Bereich sicherer Kommunikation baute das Unternehmen seine Position aus. Am 18. August gab Rocket Lab den Beitritt zum Space Data Network Consortium der US Space Force bekannt und sicherte sich zwei Lieferaufträge im Gesamtwert von 12 Millionen Dollar für das SDN-B-Programm zur optischen Kommunikation im All.

Zwei Tage zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass die ersten acht von 17 Satellitenplattformen aus einem 143-Millionen-Dollar-Deal mit MDA Space erfolgreich den Orbit erreicht hätten – sie unterstützen dort Globalstars Direct-to-Device-Kommunikationsdienste.

Zahlen und Iridium-Pläne

Am 10. August legte Rocket Lab die Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 vor: Der Umsatz erreichte 234 Millionen Dollar, der Auftragsbestand kletterte auf 2,36 Milliarden Dollar.

Für das dritte Quartal bekräftigte das Management eine Umsatzprognose mit einem Mittelwert von 257,5 Millionen Dollar, was laut Berichterstattung über den Analystenschätzungen lag. Im Rahmen der Ergebnisveröffentlichung ging das Management erneut auf die geplante Übernahme von Iridium Communications ein, die bereits Ende Juni vereinbart worden war.

Die Rakete Neutron bleibt der größte Unsicherheitsfaktor. CEO Peter Beck betonte, Anleger sollten sich auf die Startkadenz konzentrieren – der früheste Neutron-Start habe sich nach wiederholten Verzögerungen, darunter ein Tankriss der ersten Stufe bei Tests, auf das vierte Quartal 2026 verschoben.

CFO Adam Spice ergänzte, ein erfolgreicher Testflug könnte das Unternehmen im Folgequartal in den positiven bereinigten operativen Bereich bringen. Das Zeitfenster für den Jahresendstart werde jedoch enger.

Einordnung für Anleger

Der aktuelle Kursrückgang speist sich weniger aus eigenen Problemen als aus der Nervosität rund um Wettbewerber SpaceX und dessen Iridium-Engagement. Operativ liefert Rocket Lab weiter ab – von Electron-Starts über Aufträge der Space Force bis zu Fortschritten bei MDA Space und Globalstar.

Der Knackpunkt bleibt Neutron: Gelingt der verschobene Erstflug im vierten Quartal, könnte dies laut CFO Spice den Weg zu positiven operativen Ergebnissen ebnen. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben, wie die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 73 Prozent unterstreicht.

Anzeige

Rocket Lab-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab-Analyse vom 29. August liefert die Antwort:

Die neusten Rocket Lab-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rocket Lab: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | US7731211089 | ROCKET | boerse | 70017946 |