Roche, Aktie

Roche Aktie: Morgan Stanley hebt Kursziel auf 410 CHF

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 13:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Morgan Stanley stuft Roche hoch und sieht großes Potenzial in der Pipeline. Trotz Kursrücksetzer bleibt das Vertrauen institutioneller Anleger hoch.

Roche-Aktie: Morgan Stanley hebt Kursziel auf 410 CHF an
Moderne, sterile Laborumgebung mit gläsernen Laborgeräten und professioneller, heller Ausleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Schweizer Pharmakonzern Roche rückt durch eine optimistische Einschätzung der US-Großbank Morgan Stanley verstärkt in den Fokus der Anleger. In einer aktuellen Analyse am Freitag stuften die Experten die Genussscheine von „Equal-weight“ auf „Overweight“ hoch. Gleichzeitig wurde das Kursziel massiv von 295 CHF auf 410 CHF angehoben. Als wesentlichen Treiber identifizierten die Analysten das bisher unterschätzte Potenzial in der Medikamenten-Pipeline des Unternehmens.

Analysten setzen auf Krebsforschung und Alzheimer-Therapie

Im Zentrum der positiven Bewertung stehen vor allem zwei Wirkstoffkandidaten: der Brustkrebskandidat Giredestrant sowie das Alzheimer-Asset Trontinemab. Die Experten von Morgan Stanley gehen davon aus, dass der Markt die künftigen Erfolgsaussichten dieser Projekte noch nicht ausreichend eingepreist hat. Bereits am 28. Juli hatte Bernstein Research das Kursziel für Roche von 395,00 CHF auf 434,50 CHF angehoben und die Einstufung „Outperform“ bestätigt. Analyst Justin Smith verwies in diesem Zusammenhang auf eine deutlich verbesserte Produktivität in der Forschung und Entwicklung des Konzerns.

Trotz dieser positiven Analystenkommentare verzeichnete das Papier am vergangenen Freitag im Markthandel einen deutlichen Rücksetzer. Der Schlusskurs lag bei 323,90 GBP, was einem Tagesverlust von 11,17 % entspricht. Damit kommt der Konzern aktuell auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet 350,85 Milliarden €.

Zulassungsempfehlungen und operative Fortschritte

Abseits der Analystenbewertungen meldete Roche zuletzt mehrere operative Fortschritte in verschiedenen Therapiebereichen. Am 27. Juli gab der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur eine positive Empfehlung für die EU-Zulassung des Augenimplantats Susvimo ab. Das System dient der Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration. Zudem gewährte die US-Gesundheitsbehörde FDA am 14. Juli den Status eines beschleunigten Prüfverfahrens (Priority Review) für Gazyva zur Behandlung der primären membranösen Nephropathie. Eine Entscheidung der Behörde wird bis November 2026 erwartet.

Auch in der Onkologie gab es positive Signale: Anfang Juli veröffentlichte das Unternehmen Phase-III-Studienergebnisse für Divarasib. Die Daten belegen laut Unternehmensangaben eine Überlegenheit gegenüber bestehenden KRAS-G12C-Inhibitoren bei der Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Zur schnellen Reaktion auf aktuelle Gesundheitslagen trug Roche am Freitag zudem mit der Markteinführung von zwei neuen PCR-Tests in den USA bei, die zum Nachweis von Cyclospora-Infektionen dienen.

Solide Halbjahresbilanz und institutionelles Interesse

Das Vertrauen professioneller Investoren scheint ungebrochen. Medienberichten zufolge haben US-Investmenthäuser wie Oakworth Capital und Enterprise Financial Services ihre Positionen in Roche-Zertifikaten (ADRs) am Dienstag um 20,8 % beziehungsweise 6,6 % aufgestockt. Dies geschah kurz nach der Vorlage der Halbjahreszahlen am 24. Juli.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 konnte Roche den Konzernumsatz währungsbereinigt um 6 % steigern. Aufgrund der Stärke des Schweizer Frankens sank der ausgewiesene Umsatz in der Berichtswährung jedoch um 2 % auf 30,36 Milliarden CHF. Dennoch bestätigte die Konzernleitung die Jahresprognose, die ein Wachstum des Kerngewinns je Aktie im hohen einstelligen Bereich vorsieht. Am 31. Juli senkte die Erste Group Bank ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr geringfügig von 3,14 USD auf 3,10 USD pro Aktie.

Gleichzeitig schützt Roche seine Marktposition juristisch. Die US-Tochter Genentech reichte am 30. Juli Klage gegen das indische Unternehmen Biocon ein. Ziel ist es, den Vertrieb eines geplanten Biosimilars zum Brustkrebsmedikament Perjeta wegen Patentverletzungen zu verhindern. Anleger blicken nun gespannt auf den 22. Oktober, wenn Roche die Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal veröffentlichen wird.

Anzeige

Roche-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Roche-Analyse vom 9. August liefert die Antwort:

Die neusten Roche-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Roche-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Roche: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | CH0012032048 | ROCHE | boerse | 69929961 |