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Riot Platforms: 191-MW-Vertrag mit Anthropic

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 08:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Riot Platforms vermietet Rechenzentrumskapazität an Anthropic und sichert sich Milliardenumsätze. Die Aktie springt vorbörslich um über 20 Prozent.

Riot Platforms: 20-Jahres-Deal mit Anthropic treibt Aktie um 20 Prozent
Abstrakte Darstellung eines modernen Hochleistungs-Rechenzentrums mit blauem Licht und digitaler Infrastruktur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Riot Platforms hat einen massiven Expansionsschritt in den Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) vollzogen. Das Unternehmen gab gestern am Montag den Abschluss eines 20-jährigen Mietvertrags für sein Rechenzentrum am Rockdale-Campus bekannt. Die Vereinbarung mit einem führenden KI-Labor umfasst eine Kapazität von 191 Megawatt (MW).

Laut Bloomberg handelt es sich bei dem Vertragspartner um das KI-Unternehmen Anthropic. Dieser strategische Vorstoß löste heute eine deutliche Kursreaktion aus: Vorbörslich notiert die Aktie bei 20,34 Euro, was einem Plus von 20,16 % entspricht.

Milliardenumsätze durch Rechenzentrums-Vermietung

Das finanzielle Volumen der neuen Kooperation ist erheblich. Riot Platforms erwartet aus der Vereinbarung initiale Umsatzerlöse in Höhe von 9,1 Milliarden US-Dollar über die gesamte Vertragslaufzeit. Sollten die vertraglich vereinbarten Verlängerungsoptionen vollständig ausgeübt werden, könnte dieser Betrag auf bis zu 16,1 Milliarden US-Dollar ansteigen.

Zur Finanzierung der initialen Entwicklungskosten für die notwendige KI-Infrastruktur am Standort Rockdale stellt die Bank Morgan Stanley eine Zwischenfinanzierung in Höhe von 573 Millionen US-Dollar bereit.

Parallel zur strategischen Neuausrichtung veröffentlichte das Unternehmen gestern nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 % auf 174,2 Millionen US-Dollar an. Damit übertraf Riot die Erwartungen des Marktes deutlich.

Dennoch verzeichnete der Konzern einen Nettoverlust nach GAAP in Höhe von 237 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einem Minus von 0,68 US-Dollar je Aktie. Das Management führt dieses Ergebnis primär auf nicht zahlungswirksame Posten zurück, insbesondere auf Mark-to-Market-Verluste bei den gehaltenen Bitcoin-Beständen.

Stabiles Mining-Geschäft und Liquiditätspolster

Im operativen Kerngeschäft des Bitcoin-Minings konnte Riot Platforms die Produktion steigern. Im zweiten Quartal wurden insgesamt 1.587 BTC generiert, verglichen mit 1.426 BTC im Vorjahreszeitraum. Allerdings stiegen die direkten Kosten pro produziertem Bitcoin leicht an und lagen bei durchschnittlich 49.912 US-Dollar.

Zum Ende des Quartals am 30. Juni verfügte das Unternehmen über eine Gesamtliquidität von 1,2 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen 549 Millionen US-Dollar auf Barbestände und rund 666 Millionen US-Dollar auf den Wert der gehaltenen 11.380 Bitcoin.

Für die weitere Expansion sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt. Das Management gab die Unterzeichnung einer unverbindlichen Absichtserklärung für die gesamte Kapazität von einem Gigawatt am Standort Corsicana bekannt, was auf einen Wechsel zu einem Modell mit nur einem Großmieter hindeutet.

Zudem schloss Riot die Lieferung der ersten 25 MW an IT-Kapazität für den Partner AMD fristgerecht ab. Durch den aktuellen Kurssprung im heutigen Handel notiert das Papier nun wieder mit einem Abstand von 27,35 % über seinem 200-Tage-Durchschnitt.

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