Rightmove, Aktie

Rightmove Aktie: EPS-Prognose steigt trotz Gegenwind

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 10:16 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Portal erwartet 2026 mindestens sieben Prozent EPS-Wachstum; für 2027 stellt es höhere operative Gewinne und Aktienrückkäufe in Aussicht.
Abstrakte Darstellung eines modernen Immobilienmarktes mit Fokus auf Wachstum und positive Marktdynamik. Illustration mit AI erstellt.

Rightmove hebt sein Gewinnziel an, obwohl der Immobilienmarkt schwächelt. Das Portal erwartet für 2026 nun ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von mindestens 7 Prozent Wachstum, zuvor lagen die Erwartungen bei mindestens 5 Prozent. Die Aktie notierte zuletzt dennoch rund 1,9 Prozent im Minus bei etwa 540 Pence.

Umsatzziel enger gefasst

Beim Umsatz grenzt das Unternehmen die Spanne ein: Statt 6 bis 8 Prozent peilt es nun 6 bis 7 Prozent Wachstum an. Das bereinigte operative Ergebnis soll um mindestens 3 Prozent zulegen. Der Grund für die Anpassung liegt im Neubaugeschäft.

Weil Bauträger weniger Projekte starten, sinkt der durchschnittliche Umsatz je Werbekunde auf 100 bis 110 Pfund, zuvor waren es 110 bis 120 Pfund. Das Geschäft mit Maklern bleibt nach Unternehmensangaben unverändert.

Die Marktdaten erklären die Vorsicht. In den vier Monaten bis Ende Oktober fiel die Käufernachfrage um 10 Prozent, die vereinbarten Verkäufe sanken um 9 Prozent. Die durchschnittliche Fünfjahresfestzinshypothek stieg auf 5,5 Prozent, Ende Juni waren es noch 5,0 Prozent. Die Zahl der Neubauprojekte im Bau lag 6 Prozent unter dem Stand von Ende 2025.

Ausblick 2027 und Kapitalrückgabe

Für 2027 rechnet Rightmove mit einem Umsatzwachstum ähnlich wie 2026. Das operative Ergebnis soll jedoch schneller wachsen, um 4 bis 7 Prozent bei einer Marge von mindestens 67 Prozent.

Treiber sind Produktstarts, Produktivitätsgewinne und Kostendisziplin. Das Ergebnis je Aktie soll um mindestens 10 Prozent steigen. Die Wachstumsfelder wie Gewerbe, Hypotheken und Vermietung sollen weiter um 20 bis 30 Prozent zulegen.

Den Aktionären stellt das Unternehmen weiterhin mehr als 400 Millionen Pfund zwischen Ende Juli 2026 und Ende Juli 2027 in Aussicht. Rund 125 Millionen Pfund flossen bereits über Zwischendividende und Rückkäufe, teils finanziert durch die neue Kreditlinie. Bis Jahresende sollen weitere 80 Millionen Pfund in Aktienrückkäufe fließen.

Die KI-Strategie bleibt zentrales Argument. Das Tool Ask Rightmove verlängert laut Unternehmen die Verweildauer der Nutzer deutlich und erzeugt mehr Anfragen. Die Maklerbindung lag Ende Oktober bei 92 Prozent.

Dazu kommt eine Personalie: David Thomas, Experte für den Wohnungsbau, rückt bereits heute in den Verwaltungsrat statt zum 1. Januar 2027. Er soll das Gremium nach Plänen der Regierung für das Förderprogramm Your First Home verstärken, dessen Start für das zweite Quartal 2027 erwartet wird. Positive Effekte auf den Wohnungsbau rechnet Rightmove daher erst im späteren Verlauf 2027.

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