Richemont Aktie: Julius Bär stuft auf Buy hoch
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 19:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Schweizer Privatbank Julius Bär hat die Aktie von Richemont gestern von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel von 198 auf 202 Franken angehoben. Nach dem Verkauf der Online-Plattform YNAP richtet der Luxusgüterkonzern seinen strategischen Schwerpunkt gezielt auf das margenstarke Schmucksegment aus, in dem die Gruppe weltweit einen Marktanteil von 25 Prozent hält.
Zudem profitiert das Unternehmen von einer Erholung der Uhrensparte. Zuletzt hatten die vorgelegten Quartalszahlen die Markterwartungen übertroffen und zu positiven Gewinnrevisionen geführt. Während weite Teile der europäischen Luxusgüterbranche unter einer schwächelnden Nachfrage und gedämpften Konsumausgaben in Asien leiden, behauptet sich der Konzern durch seine Ausrichtung auf hochpreisigen Echtschmuck vergleichsweise stabil.
Schmucksegment trotzt dem Gegenwind der Luxusbranche
Das Umfeld für europäische Hersteller von Luxuswaren bleibt anspruchsvoll. Die Analysten von RBC Capital Markets stuften in dieser Woche Branchengrößen wie LVMH und Burberry herab und warnten davor, dass die Gewinnerwartungen des gesamten Sektors für 2027 zu optimistisch seien.
Dennoch nannten die RBC-Experten Richemont neben Ferrari ausdrücklich als bevorzugten Titel im Segment, da das Schmuckgeschäft als widerstandsfähiger gilt als reine Mode- und Lederwarenmarken.
Am Aktienmarkt spiegelte sich die allgemeine Branchenkorrektur in den vergangenen Wochen ebenfalls wider. Aktuell notiert das Papier bei 181,15 Euro und weist damit einen Abstand von 17 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 217,00 Euro auf. Die Analysten hatten vor rund einem Monat ihr Outperform-Rating für den Titel bestätigt.
Halbjahreszahlen im November erwartet
Für die weitere Kursentwicklung rückt nun die operative Entwicklung in den Vordergrund. Richemont hat die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 für den 13. November 2026 angekündigt.
Marktbeobachter kalkulieren für das Gesamtjahr 2027 mit einem Gewinn je Aktie von durchschnittlich 7,46 Euro. Anleger werden die Vorlage der Halbjahresergebnisse Mitte November genau prüfen, um zu sehen, ob das Juweliergeschäft die Markterwartungen im schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld weiterhin stützen kann.
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