Ribbon Communications Aktie: Rosenblatt senkt auf Neutral
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 16:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein skeptischer Analystenkommentar setzt die Aktie von Ribbon Communications unter Druck: Nach einer Herabstufung durch das Analysehaus Rosenblatt verliert das Papier am heutigen Dienstag 7,5 Prozent und fällt auf 1,60 Euro. Die Experten senkten ihre Einstufung für das an der Nasdaq unter dem Kürzel RBBN geführte Unternehmen von „Buy“ auf „Neutral“. Gleichzeitig reduzierten sie das Kursziel deutlich von 3,50 auf 2,20 US-Dollar.
Fehlende Visibilität und Projektverzögerungen
Als Hauptgrund für die vorsichtigere Haltung verweist Rosenblatt auf eine mangelnde Visibilität für nachhaltige Wachstumstreiber. Dies betreffe sowohl die auf Telekommunikationsanbieter ausgerichteten Geschäftsbereiche für optische Netze und IP als auch die Modernisierung von Sprachübertragungstechnologien in Cloud- und Edge-Umgebungen.
Besonders schwer wiegen Verzögerungen bei einem zentralen Großvorhaben: Das Sprachmodernisierungsprojekt für den US-Telekomkonzern Verizon, das zuvor als bedeutender Impulsgeber galt, kommt langsamer voran als erwartet. Vor diesem Hintergrund passte das Analysehaus auch die Gewinnerwartungen an.
Die Schätzung für den bereinigten Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2027 wurde von 0,22 auf 0,17 US-Dollar zurückgenommen. Medienberichten zufolge haben zuletzt insgesamt fünf Analysten ihre Prognosen für die kommenden Perioden gesenkt.
Verschleppte Rollouts belasten die Jahresziele
Die Verlangsamung bei US-Tier-1-Projekten zeichnete sich bereits im Sommer ab. Ende Juli hatte Ribbon Communications für das zweite Quartal 2026 zwar einen Umsatz von 192 Millionen US-Dollar gemeldet und damit die Markterwartungen von 190,79 Millionen US-Dollar übertroffen, beim bereinigten Ergebnis je Aktie fiel der Verlust mit 0,03 US-Dollar jedoch höher aus als die prognostizierten minus 0,01 US-Dollar. Der Nettoverlust nach GAAP belief sich im selben Zeitraum auf 27 Millionen US-Dollar.
Gleichzeitig dämpfte das Unternehmen damals das Tempo für das Gesamtjahr 2026 und verwies explizit auf die schleppende Bereitstellungsgeschwindigkeit bei Großkunden. Dennoch hob der Vorstand die Umsatzspanne für 2026 auf 810 bis 840 Millionen US-Dollar an, bei einem bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) von 78 bis 88 Millionen US-Dollar.
Im Segment IP Optical verzeichnete das Unternehmen im zweiten Quartal zudem ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,6, was den Auftragsbestand seit Jahresbeginn um 60 Prozent steigen ließ.
Anlegerstimmung bleibt eingetrübt
Trotz der prall gefüllten Orderbücher im optischen Netzwerkbereich überwiegt am Markt vorerst die Skepsis gegenüber der Umsetzungsgeschwindigkeit der margenstarken Großprojekte. Durch die jüngsten Kursverluste summiert sich das Minus der Aktie seit Jahresanfang auf 34 Prozent.
Die Zurückhaltung der Kunden bei der Modernisierung ihrer Sprachinfrastruktur verzögert den erhofften Ertragsschub und sorgt für anhaltende Unsicherheit über die zeitliche Realisierung der Erlöse.
Ribbon Communications-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ribbon Communications-Analyse vom 15. September liefert die Antwort:
Die neusten Ribbon Communications-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ribbon Communications-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ribbon Communications: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
