Rheinmetall, Aktie

Rheinmetall Aktie: Rutscht wieder unter 1.000 Euro

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 20:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Großauftrag stützt die Nachfrage, doch Analysten halten die Umsatzschätzungen für 2028 weiterhin für zu ambitioniert.

Generischer gepanzerter Radpanzer im Dämmerlicht auf staubigem Truppenübungsplatz, Seitenansicht
Rheinmetall AG (DE0007030009) zeigt einen gepanzerten Radpanzer im Dämmerlicht auf einem staubigen Truppenübungsplatz Illustration mit AI erstellt.

Ein neuer Großauftrag für Artilleriemunition reicht am deutschen Aktienmarkt nicht aus, um die Zurückhaltung der Investoren zu vertreiben. Rheinmetall verliert heute 3,0 Prozent auf 991,50 Euro und rutscht damit erneut unter die psychologisch wichtige Schwelle von 1.000 Euro. Marktteilnehmer blicken zunehmend kritisch auf die ambitionierten mittelfristigen Auslieferungsziele des DAX-Konzerns.

Munitionsnachfrage stützt langfristige Ausbaupläne

Die Vereinbarung umfasst eine fünfstellige Anzahl an 155-mm-Geschossen mit einem Gesamtwert im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Das Rüstungsunternehmen treibt den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten voran und peilt an, bis zum Jahr 2030 jährlich rund 1,5 Millionen Artilleriegeschosse herzustellen.

Der Auftragsbestand liegt mittlerweile bei über 80 Milliarden Euro. Dennoch wiegt an den Börsen die Frage schwerer, wie schnell das Management die prall gefüllten Orderbücher tatsächlich in Umsatz und Ertrag ummünzen kann.

Analysten sehen wenig Spielraum für Verzögerungen

Die Analysten von mwb research bestätigten eine neutrale Einstufung mit der Empfehlung „Halten“ und beließen das Kursziel bei 1.050 Euro. Analyst Jens-Peter Rieck verweist darauf, dass der Auftragsbestand bis zum Jahresende zwar die Marke von 100 Milliarden Euro überschreiten dürfte.

Angesichts der hohen Konsenserwartungen am Markt besitze der Konzern jedoch kaum Spielraum für operative Verzögerungen bei der Abarbeitung. Die aktuellen Umsatzschätzungen für das Jahr 2028 stuft das Analysehaus weiterhin als zu ambitioniert ein.

Zudem zeichnen sich wesentliche Impulse aus Großprojekten erst mit zeitlichem Vorlauf ab. Aus dem italienischen Gemeinschaftsunternehmen mit Leonardo, das den Bau von 132 Panther-Kampfpanzern sowie 140 Unterstützungsfahrzeugen mit einem Gesamtvolumen von etwa 8 Milliarden Euro umfasst, erwartet Rheinmetall vor 2029 keine deutliche Steigerung der Auslieferungen.

Bereits im September hatte JPMorgan die Aktie auf die Beobachtungsliste „Negative Catalyst Watch“ gesetzt, nachdem der Konzern im August seine Jahresprognose auf einen Umsatz zwischen 13,70 und 14,20 Milliarden Euro angepasst hatte.

Wichtige Meilensteine zum Jahresende

Mit dem aktuellen Kursniveau notiert das Papier mit einem Abschlag von 51 Prozent deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 2.007,00 Euro. Ob sich der Kurs nachhaltig stabilisieren kann, hängt wesentlich von den kommenden Signalen der Unternehmensführung ab.

Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den für November angesetzten Kapitalmarkttag, an dem der Vorstand detaillierte Einblicke in die mittelfristige Planung geben dürfte. Auf politischer Ebene steht zudem am 9. Dezember eine richtungsweisende Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestages zum Projekt Arminius an.

Anzeige

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 24. September liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | DE0007030009 | RHEINMETALL | boerse | 70179036 |