Rheinmetall, Aktie

Rheinmetall Aktie: Fertigung von Artilleriemunition begonnen

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 23:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rheinmetall startet die Fertigung neuer 155-Millimeter-Munition. Analysten bleiben trotz Kursrückgang und gesenkter Umsatzprognose optimistisch.

Generischer gepanzerter Radpanzer im Dämmerlicht auf staubigem Truppenübungsplatz, Seitenansicht
Rheinmetall AG (DE0007030009) zeigt einen gepanzerten Radpanzer im Dämmerlicht auf einem staubigen Truppenübungsplatz Illustration mit AI erstellt.

Rheinmetall hat einen neuen Auftrag über die Lieferung einer fünfstelligen Anzahl von 155-Millimeter-Artilleriegeschossen erhalten. Ein internationaler Kunde vergab das Vorhaben mit einem Volumen im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Fertigung der Munition hat bereits begonnen und soll im Jahr 2027 abgeschlossen werden. Gebucht wird das Projekt im dritten Quartal 2026.

Die Nachfrage nach großkalibriger Artilleriemunition stützt damit weiterhin die Auslastung der Produktionslinien des Rüstungskonzerns. An der Börse notiert die Aktie heute mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent bei 997,00 Euro.

Analysten sehen Potenzial trotz Kursschwäche

Der Neuzugang im Orderbuch fällt in eine Phase, in der das Papier nach einer längeren Korrektur um Stabilisierung ringt. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Rückgang von 36 Prozent.

Belastet wurde die Stimmung unter anderem durch die Zahlen zum zweiten Quartal am 6. August, als Rheinmetall trotz operativer Bestmarken die Jahresumsatzprognose für 2026 von zuvor 14 bis 14,5 Milliarden Euro auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro anpassen musste.

Auf Analystenseite überwiegt ungeachtet der jüngsten Korrekturen der Optimismus. Am 8. September bestätigte Goldman-Sachs-Analyst Sam Burgess sein Kursziel von 2.300 Euro für die Rheinmetall-Aktie.

Selbst für ein vorsichtiges Szenario im Munitionsgeschäft bezifferte der Experte den fairen Wert des Titels auf 1.450 Euro. Medienberichten zufolge stärkten zudem Führungskräfte in den vergangenen Monaten das Vertrauen: Über ein 90-Tage-Fenster hinweg erwarben Insider Aktien im Gesamtwert von rund 17,4 Millionen Euro.

Zuwächse auch im Sanitätsbereich

Neben dem klassischen Rüstungs- und Munitionsgeschäft erzielte der Konzern zuletzt auch in anderen Segmenten Zuwächse. Am 17. August meldete Rheinmetall Project Solutions einen Auftrag der Bundeswehr über 149 zusätzliche mobile Rettungsstationen mit einem Gesamtwert von über 500 Millionen Euro, der die bereits im Juli gebuchten Kontrakte ergänzt.

Für den weiteren Jahresverlauf richten die Marktteilnehmer ihren Blick nun auf politische Entscheidungen in Berlin: Am 9. Dezember steht die parlamentarische Behandlung des gepanzerten Transportfahrzeugs Arminius im Bundestag an.

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