Rheinmetall Aktie: 12,4-Milliarden-Anteil mit KNDS
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 04:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Rheinmetall treibt seine Wachstumsprojekte auf mehreren Feldern gleichzeitig voran. Reuters berichtete am Freitag, dass der Konzern seinen Anteil an einem mit KNDS erwarteten Vertrag auf 12,4 Milliarden Euro beziffert, während der Gesamtwert des Vorhabens auf rund 25 Milliarden Euro geschätzt wird.
Kapazitätsaufbau bei Präzisionswaffen
Parallel dazu meldete Reuters, dass Rheinmetall gemeinsam mit Lockheed Martin die Produktion von ATACMS-Raketen ausbauen will. Die Hochlaufphase werde jedoch Zeit brauchen, hieß es.
Diese beiden Projekte – der KNDS-nahe Großauftrag und der ATACMS-Ausbau – ergänzen sich strategisch. Während der eine Auftrag auf gepanzerte Fahrzeugsysteme zielt, betrifft der andere die Munitions- und Raketenfertigung. Beide Bereiche gehören zu den Wachstumssäulen, auf die der Konzern in den kommenden Jahren setzt, nachdem der Wegfall des deutschen F126-Fregattenprogramms zuletzt für eine gesenkte Umsatzprognose gesorgt hatte.
Kursreaktion
Die Aktie hat sich von den Rückschlägen der vergangenen Wochen inzwischen erholt: Am Freitag legte das Papier um 2,7 Prozent zu und schloss bei 1.207,00 Euro. Auf Sicht von sieben Handelstagen steht ein Plus von 5,6 Prozent zu Buche.
Ausblick auf die Auftragspipeline
Die Kombination aus dem möglichen KNDS-nahen Milliardenauftrag und dem ATACMS-Ausbau mit Lockheed Martin unterstreicht, dass Rheinmetall seine Position als europäischer Rüstungskonzern mit breiter Produktpalette weiter ausbaut.
Für Anleger dürfte entscheidend sein, wie schnell sich diese Projekte in konkreten Umsatz- und Auftragszahlen niederschlagen – insbesondere angesichts der zuvor gesenkten Jahresprognose, die vor allem auf den Wegfall des Marineauftrags zurückgeht.
Wie sich der Hochlauf der ATACMS-Produktion konkret in den kommenden Quartalen entwickelt, dürfte ein zentraler Beobachtungspunkt für die Investorengemeinde bleiben.
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