Revolut Aktie: Startet eigenen Euro-Stablecoin EURR
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 12:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Finanztechnologie-Unternehmen Revolut weitet seine Präsenz im Sektor der digitalen Vermögenswerte deutlich aus. Das Unternehmen hat die Einführung eines eigenen, an den Euro gekoppelten Stablecoins mit der Bezeichnung EURR gestartet. Mit diesem Schritt strebt das Fintech eine stärkere Kontrolle über seine interne Zahlungsinfrastruktur an und reduziert die Abhängigkeit von traditionellen Clearing-Prozessen.
Der offizielle Rollout der neuen digitalen Währung begann am 26. August für einen ausgewählten Kundenkreis. Zu den ersten Märkten, in denen der Stablecoin verfügbar ist, gehören Dänemark, Polen und Portugal. Durch die Kopplung an den Euro sollen Nutzer von den Vorteilen der Blockchain-Technologie profitieren, ohne die für Kryptowährungen typische Volatilität in Kauf nehmen zu müssen.
Technische Basis und regulatorischer Rahmen
Für die Emission des EURR arbeitet Revolut mit der in Luxemburg ansässigen Bridge Building S.A. zusammen. Dieser Partner erhielt bereits Ende Juni die notwendigen Autorisierungen als regulierter Emittent.
Als technisches Fundament dienen die Netzwerke Ethereum und Polygon, was eine breite Kompatibilität innerhalb des Krypto-Ökosystems sicherstellen soll. Die für die Absicherung des Stablecoins notwendigen Reserven werden bei einer Tochtergesellschaft des Zahlungsdienstleisters Stripe verwaltet.
Das Volumen des im Umlauf befindlichen EURR lag zum Stand vom 25. August bei 374 Euro. Damit steht das Projekt noch am Anfang seiner Entwicklung, insbesondere im Vergleich zu etablierten Konkurrenten. Medienberichten zufolge plant das Unternehmen jedoch, die Verfügbarkeit des digitalen Euro noch im Laufe des Jahres auf weitere Märkte auszudehnen.
Vision einer Billionen-Bewertung
Parallel zur technologischen Expansion rückt die Bewertung des Unternehmens in den Fokus der Investoren. Alex Immerman, Partner beim Wagniskapitalgeber Andreessen Horowitz, äußerte in einem Interview mit der Financial Times eine ambitionierte Prognose für das Fintech.
Seiner Einschätzung nach könnte der Marktwert von Revolut langfristig auf eine Billion US-Dollar steigen. Damit würde das Unternehmen in die Riege der weltweit wertvollsten Konzerne aufrücken.
Aktuelle Transaktionen am Zweitmarkt untermauern den Wachstumskurs, wenngleich auf einem niedrigeren Niveau. Jüngste Aktienverkäufe bewerteten das Unternehmen mit rund 115 Milliarden US-Dollar. Die Zuversicht der Investoren speist sich unter anderem aus der massiven Kundenbasis von mehr als 80 Millionen Nutzern in insgesamt 40 Ländern.
Starke Finanzkennzahlen stützen Wachstumspläne
Die Geschäftszahlen für das Jahr 2025 unterstreichen die ökonomische Dynamik des Konzerns. Revolut erwirtschaftete einen Umsatz von 4,5 Milliarden Pfund. Ein Großteil dieser Erlöse, etwa 75 Prozent, stammte aus den Bereichen Kryptowährungen, Devisenhandel, Kartenzahlungen und Abonnement-Modellen. Zudem wies das Unternehmen für diesen Zeitraum ein Kreditportfolio in Höhe von 2,2 Milliarden Pfund aus.
Ein wichtiger Meilenstein für die weitere Entwicklung war der Erhalt der britischen Banklizenz im März dieses Jahres. Dies ebnet den Weg für ein erweitertes Dienstleistungsangebot im Heimatmarkt. Die langfristige Strategie sieht vor, bis zum Jahr 2030 in 30 weitere Märkte zu expandieren. Hierfür plant das Management Investitionen in einer Gesamthöhe von rund 10 Milliarden Pfund ein.
Revolut-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Revolut-Analyse vom 3. September liefert die Antwort:
Die neusten Revolut-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Revolut-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Revolut: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
