Resmed, Aktie

Resmed Aktie: GLP-1-Therapien werden zum Rückenwind

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 20:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Für 2027 plant Resmed mehr Umsatz und Gewinn, während der Ausstieg aus der Astral-Reihe das Geschäft belastet.

Schwarzweiß-Reportagefoto eines Patienten mit Atemmaske im Schlaflabor
ResMed Inc. (ISIN US7611521078): dokumentarische Schwarzweiß-Reportage zeigt einen Patienten mit Atemmaske im Schlaflabor Illustration mit AI erstellt.

Resmed blickt mit Zuversicht auf das Geschäftsjahr 2027. Auf der 24. Annual Global Healthcare Conference von Morgan Stanley stellte die Konzernführung am 15. September erstmals offizielle Ziele für diesen Zeitraum vor. Demnach strebt das Medizintechnikunternehmen für sein Kerngeschäft auf währungsbereinigter Basis ein Erlöswachstum zwischen 5 und 7 Prozent an.

Hinter diesem Umsatzziel steht eine veränderte Wahrnehmung des Marktumfelds. Medienberichten zufolge betrachtet das Management die wachsende Popularität von GLP-1-Therapien nicht mehr als Risiko, sondern als Beschleuniger für das eigene Geschäft. Die medikamentösen Behandlungen erweisen sich als Rückenwind für die Akzeptanz von Therapien gegen obstruktive Schlafapnoe und stärken die Nachversorgung der Patienten.

Diese Nachfrage soll sich noch deutlicher im Ergebnis niederschlagen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Resmed beim bereinigten Kerngewinn je Aktie ein Plus von 12 bis 14 Prozent an. Das Unternehmen rechnet folglich damit, dass die Erträge spürbar dynamischer zulegen als die reinen Erlöse.

Dämpfer durch das Auslaufen der Astral-Serie

Diesen Wachstumsplänen stehen im operativen Geschäft jedoch auch konkrete Belastungen gegenüber. Technische Probleme bei einer etablierten Gerätereihe zwingen den Konzern zu finanziellen Zugeständnissen und strategischen Konsequenzen.

Eine Sicherheitsmitteilung bezüglich der Beatmungsplattform Astral dämpft das anstehende Geschäftsjahr. Resmed beziffert den daraus resultierenden Gegenwind auf 75 Millionen $, was einer Belastung von rund 130 Basispunkten entspricht. Nach anderthalb Jahrzehnten am Markt plant der Konzern, die Astral-Produktreihe vollständig auslaufen zu lassen und im Geschäftsjahr 2027 keine Neugeräte mehr zu verkaufen.

Mit diesem Schritt zieht die Unternehmensführung einen klaren Schlussstrich unter die betroffene Plattform. Der operative Schwerpunkt soll künftig noch konsequenter auf den Kernbereichen der Schlaftherapie liegen.

Analystenlob für starke Marktposition

Die Analysten von RBC Capital Markets nahmen diese Weichenstellungen positiv auf. Das Analysehaus stufte die Resmed-Aktie am 15. September von „Sector Perform“ auf „Outperform“ hoch. Gleichzeitig passten die Experten das Kursziel von 244 $ auf 262 $ an.

RBC-Analyst Craig Wong-Pan verwies zur Begründung ausdrücklich auf die Marktstellung von Resmed bei Geräten und Zubehör zur Behandlung von Schlafapnoe. Aus Sicht des Experten wiegt die starke Wettbewerbsposition im Kernmarkt schwerer als die vorübergehenden Belastungen durch den Plattform-Ausstieg.

An der Börse spiegelte sich die Lage zuletzt in einer verhaltenen Bewertung wider. Das Papier beendete den Handel am Freitag bei 194,00 Euro. Damit verzeichnet der Titel seit Jahresanfang ein Minus von 7,0 Prozent und bleibt ein Stück von seinem 52-Wochen-Hoch bei 245,20 Euro entfernt.

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