Renishaw, Aktie

Renishaw Aktie: Halle 3 in Miskin fertiggestellt

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 05:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die neue Halle erhöht die Produktionsfläche in Miskin; Renishaw erwartet im laufenden Geschäftsjahr weitere Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn.

Makroaufnahme roter Ziegelsteine mit frischem Mörtel und sichtbarer Textur
Redrow plc (GB0007323586) baut mit Materialien wie diesen Ziegelsteinen, hier in einer detailreichen Makroaufnahme gezeigt Illustration mit AI erstellt.

Renishaw treibt den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten voran. Der Schritt steht im Zeichen einer hohen Nachfrage nach Encodern für Halbleiterausrüster. Dieser Markt profitiert spürbar vom weltweiten Infrastrukturausbau für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz.

Standorterweiterung in Südwales erreicht ersten Meilenstein

Mit der Fertigstellung von Halle 3 hat Renishaw den ersten Teil eines Ausbauprogramms im Umfang von 70 Millionen Pfund abgeschlossen. Die nutzbare Fläche am Standort Miskin vergrößert sich damit auf 57.350 Quadratmeter. Nach der vollständigen Realisierung der geplanten Halle 4 soll sich das Areal letztlich auf rund 81.765 Quadratmeter verdoppeln.

Seit dem Erwerb des Standorts vor 15 Jahren flossen insgesamt rund 150 Millionen Pfund in das frühere Industriegelände. Heute sind dort rund 950 Mitarbeiter beschäftigt. Die Auslastung der Produktionslinien für Leiterplatten und mechanische Komponenten ist hoch. Wegen des hohen Bedarfs aus der Halbleiterfertigung soll die noch im Bau befindliche vierte Halle bereits in den kommenden Monaten teilweise genutzt werden.

Die neuen Gebäude sind auf einen emissionsfreien Betrieb ausgelegt. Bis zum Jahr 2028 strebt der Konzern für seine direkten und energiebezogenen Emissionen Netto-Null-Werte an. Neben Systemen für den industriellen 3D-Druck aus Metall entstehen an dem Standort Koordinatenmessgeräte sowie hochpräzise Positionsgeber für weltweite Ausrüster.

KI-Impulse und Rüstungsnachfrage treiben operatives Geschäft

Der Kapazitätsausbau folgt auf ein profitables Geschäftsjahr, in dem Renishaw einen Rekordumsatz erzielte. Auch der bereinigte operative Gewinn und die Marge legten gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Neben der Halbleiterindustrie im asiatisch-pazifischen Raum sorgten Aufträge aus der Luftfahrt und dem Verteidigungssektor für spürbaren Rückenwind.

Besonders das Geschäftsfeld für Spezialtechnologien kehrte dank gestiegener Verkäufe im Bereich der additiven Fertigung in die Gewinnzone zurück. Im Bereich der klassischen industriellen Messtechnik verlief die Entwicklung dagegen verhaltener, belastet durch eine schwächere Nachfrage aus der europäischen Automobilindustrie.

An der gestiegenen Ertragskraft beteiligt das Management die Anteilseigner über eine höhere Schlussdividende sowie eine Sonder-Zwischendividende. Die weltweite Einführung eines neuen IT-Systems pausierte der Vorstand unterdessen für eine eingehende Überprüfung.

Neue Segmentstruktur und positive Jahresentwicklung

Im laufenden Geschäftsjahr passt Renishaw seine Berichtssegmente an. Die neue Struktur soll Investoren künftig mehr Einblick in die einzelnen Aktivitäten geben. Das operative Geschäft bleibt zyklischen Schwankungen unterworfen, wobei China und Taiwan zu den wichtigsten Zielmärkten zählen.

Für das anlaufende Geschäftsjahr stellt die Unternehmensführung weitere Zuwächse bei Umsatz, operativem Gewinn und Marge in Aussicht. Am Aktienmarkt notierte der Titel gestern zum Handelsschluss bei 67,00 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Wertzuwachs von 65 Prozent.

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