Regeneron, Aktie

Regeneron Aktie: Sanofi zahlt eine Milliarde

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 17:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sanofi zahlt eine Milliarde Dollar vorab; Regeneron meldet zudem Studiendaten zu Ubamatamab und Trevogrumab.

Flatlay mit Aktienzertifikat, ISIN-Karte, Pipette und Laborutensilien von oben fotografiert
Regeneron Pharma US75886F1075 kombiniert in einem Flatlay Aktienzertifikat, ISIN-Karte, Pipette sowie kleine Antikörper-Fläschchen übersichtlich Illustration mit AI erstellt.

Regeneron und Sanofi weiten ihre Allianz aus. Der französische Partner überweist eine Milliarde Dollar im Voraus, dazu kommen mögliche Meilensteinzahlungen von bis zu sieben Milliarden Dollar. Parallel legt die US-Biotechfirma neue Daten aus der Onkologie und der Adipositas-Forschung vor.

Neue Antikörper für die Dupixent-Allianz

Im Zentrum stehen vier langwirksame, bei Regeneron entwickelte Antikörper gegen IL-13, IL-4 und den IL-4-Rezeptor alpha, darunter ein bispezifischer Antikörper.

Der IL-13-Kandidat REGN20423 befindet sich bereits in einer Phase-1-Studie bei atopischer Dermatitis. Die übrigen drei sollen 2027 in die klinische Prüfung gehen.

Kosten und spätere Gewinne teilen sich beide Unternehmen je zur Hälfte. Regeneron führt die Entwicklung, Sanofi die globale Vermarktung. An der bestehenden Gewinnaufteilung bei Dupixent ändert sich nichts. Regeneron erhält zudem die Option, Sanofis Nanobody-Kandidaten Lunsekimig gegen COPD einzubinden, sobald dessen Phase-3-Studien abgeschlossen sind.

Hinzu kommt eine Bereinigung: Beide Seiten haben ihre bisherigen Rechtsstreitigkeiten rund um die Zusammenarbeit beigelegt. Dupixent erreicht inzwischen mehr als 1,5 Millionen Patienten, die Allianz soll diese Position mit Nachfolgeprodukten absichern.

Onkologie: Ubamatamab überzeugt bei seltenem Eierstockkrebs

Am Nachmittag folgten Studiendaten zu Ubamatamab, einem bispezifischen MUC16xCD3-Antikörper. Beim niedriggradig serösen Ovarialkarzinom erzielten 11 stark vorbehandelte Patientinnen mit der höchsten Dosis eine Ansprechrate von 73 Prozent. Das mediane progressionsfreie Überleben lag bei 11 Monaten.

Die Stichprobe ist klein, die Konfidenzintervalle sind breit. Dennoch hebt sich das Ergebnis ab: Die einzige zugelassene Therapie erreicht 44 Prozent, und das nur in biomarkerselektierten Gruppen. Ubamatamab kam ohne Biomarker-Auswahl aus. Zytokinfreisetzungssyndrome traten häufig auf, blieben aber durchweg mild bis moderat.

Regeneron rekrutiert bereits eine möglicherweise zulassungsrelevante Einarmstudie mit bis zu 100 Patientinnen. Die Daten sollen in den kommenden Monaten mit der FDA besprochen werden. Eine bestätigende Phase-3-Studie ist geplant.

Adipositas: Trevogrumab schützt Muskeln

Auch bei der Muskelerhaltung unter GLP-1-Therapie gibt es Neuigkeiten. In der Phase-2-Studie COURAGE bewahrte niedrig dosiertes Trevogrumab in einer MRT-Teilstudie fast 70 Prozent der Oberschenkelmuskulatur, die unter Semaglutid sonst verloren gegangen wäre. Das Mittel verbesserte den Gewichtsverlust nicht, erhielt aber die Magermasse und war gut verträglich. Die Ergebnisse erscheinen in The Lancet.

Regeneron plant nun eine weitere Phase-2-Studie bei älteren Erwachsenen mit Adipositas und geringer Muskelmasse. Zudem präsentierte der chinesische Partner Hansoh Phase-3-Daten zum GLP-1/GIP-Agonisten Olatorepatid, für den Regeneron die Rechte außerhalb Chinas hält.

Der nächste greifbare Schritt ist das FDA-Gespräch zu Ubamatamab, das in den kommenden Monaten ansteht und den Zulassungsweg bei LGSOC klären soll.

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