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Red Cat Aktie: 7,9 Prozent Minus im Drohnen-Abverkauf

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 18:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Red Cat verliert 7,9 Prozent im Zuge eines breiten Branchenrückgangs. Operativ überzeugt der Konzern mit massivem Umsatzplus und neuen Verteidigungspartnerschaften.

Red Cat Aktie: Drohnen-Sektor-Abverkauf drückt Kurs trotz starkem Umsatzwachstum
Eine technologische Drohne über einer stimmungsvollen Industrielandschaft bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Am heutigen Donnerstag verzeichnete die Aktie von Red Cat einen deutlichen Rücksetzer. Das Papier fiel um 7,9 Prozent und notiert bei 7,78 Euro. Dieser Kursrückgang steht nach Medienberichten im Zusammenhang mit einem breiten Abverkauf im Drohnensektor, von dem auch andere Branchenvertreter wie Ondas Holdings oder Unusual Machines betroffen sind.

Ein wesentlicher Belastungsfaktor für wachstumsstarke Technologie-Werte aus diesem Bereich sind die Renditen der 30-jährigen US-Staatsanleihen, die sich derzeit in der Nähe von 19-Jahres-Hochs bewegen.

Sektorweites Umfeld belastet die Bewertung

Der aktuelle Kursrutsch bei Red Cat scheint weniger auf unternehmensspezifische Nachrichten als vielmehr auf eine allgemeine Marktbereinigung im Drohnensegment zurückzuführen zu sein. Mehrere Titel der Branche verloren zeitgleich zwischen sieben und acht Prozent an Wert.

Analysten werten dies als Auflösung spekulativer Positionen in diesem Anlagethema, wobei das hohe Zinsniveau den Druck auf Unternehmen mit hohen Bewertungsmultis zusätzlich erhöht. Trotz der heutigen Verluste notiert das Papier derzeit noch 55 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief, liegt jedoch gleichzeitig 52 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 16,30 Euro.

Starkes Umsatzwachstum und neue Partnerschaften

Operativ konnte Red Cat zuletzt deutliche Fortschritte vermelden. Am 6. August veröffentlichte das Unternehmen die Zahlen für das zweite Quartal 2026. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 527 Prozent auf 20,2 Millionen US-Dollar.

Zwar weitete sich der Nettoverlust auf 35,26 Millionen US-Dollar aus, doch das Management bekräftigte seine Prognose für das Gesamtjahr und erwartet weiterhin einen Umsatz in der Spanne von 150 bis 180 Millionen US-Dollar.

Parallel zum finanziellen Wachstum baut Red Cat seine strategische Aufstellung aus. Am Montag gab die maritime Sparte Blue Ops eine Partnerschaft mit Havoc bekannt.

Gemeinsam sollen autonome Verteidigungssysteme für den Einsatz auf See entwickelt werden. Dabei wird die Software von Havoc in die unbemannten Oberflächenfahrzeuge von Blue Ops integriert, insbesondere in die Plattform Variant 7. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Bereitstellung koordinierter Multi-Vessel-Systeme für US-amerikanische und alliierte Verteidigungskunden.

Analystenstimmen und personelle Weichenstellungen

Auch auf Führungsebene gab es zuletzt Veränderungen. Red Cat beförderte am 12. August Mitch McDonald zum Divisional CEO für den Bereich der unbemannten Flugsysteme (UAS).

In dieser Funktion verantwortet er die strategische Ausrichtung der Tochtergesellschaften Teal Drones und FlightWave Aerospace. Teal Drones konnte zudem einen Erfolg im "Drone Dominance Program" der US-Behörden verbuchen und erreichte die nächste Wettbewerbsphase für künftige Beschaffungsaufträge.

Die Reaktionen der Analysten fielen in den vergangenen zwei Wochen gemischt, aber grundsätzlich positiv aus. Analyst Austin Bohlig vom Analysehaus Needham behielt seine Kaufempfehlung für die Aktie am 7. August bei, senkte jedoch das Kursziel von 20,00 auf 15,00 US-Dollar.

Weitere Kaufempfehlungen kamen am 10. August von Northland Securities und am 11. August von Clear Street. Auf der Insiderseite wurde am 11. August ein Aktienverkauf durch Nicholas Liuzza bekannt, der rund 55.000 Anteile im Rahmen eines börslichen Geschäfts veräußerte.

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