ReconAfrica, Aktie

ReconAfrica Aktie: Arbeiten an Kavango West 1X wiederaufgenommen

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 19:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ReconAfrica setzt die Arbeiten in Namibia fort; ein geplanter Test soll Förderbarkeit und Flüssigkeitsausbeute untersuchen.

ReconAfrica nimmt Kavango-Bohrarbeiten wieder auf und plant Fließtest
Ölförderanlage in einer afrikanischen Savannenlandschaft bei Sonnenaufgang. Illustration mit AI erstellt.

Das kanadische Explorationsunternehmen ReconAfrica hat am heutigen Montag die Wiederaufnahme der Arbeiten an der Entdeckungsbohrung Kavango West 1X in Namibia bekanntgegeben. Analysen von Proben aus den Formationen Huttenberg und Elandshoek belegen das Vorhandensein von thermogenem Gas mit Flüssigkeitspotenzial. An der Börse sorgten die operativen Neuigkeiten für Rückenwind: Das Papier verteuerte sich heute um 12 Prozent auf 0,3775 Euro.

Vorbereitungen für horizontalen Fließtest laufen

Die Laboruntersuchungen der vertikal entnommenen Proben deuten auf einen thermischen Reifegrad hin, der von spätem Öl bis zu frühem Gas reicht. Wie das Unternehmen klarstellte, lässt sich aus diesen Daten noch kein Nachweis über wirtschaftlich nachhaltige Förderraten oder tatsächlich gewinnbare Flüssigkeitsmengen ableiten. Genau diese offenen Fragen soll das anstehende Testprogramm beantworten.

Hierfür hat die unternehmenseigene Bohranlage Jarvie-1 ihren Betrieb wieder aufgenommen. Im bestehenden Bohrloch wird derzeit die Verrohrung entfernt, um bei einer Tiefe von etwa 2.500 Metern einen Ablenkkörper zu setzen. Vorbehaltlich noch ausstehender behördlicher Genehmigungen und der Verfügbarkeit der Ausrüstung soll die horizontale Bohrung im Oktober beginnen.

Für diesen Abschnitt ist eine Bauzeit von rund einem Monat bei einer Länge von bis zu 1.000 Metern veranschlagt. Unmittelbar daran anschließend ist ein offener Fließtest vorgesehen, der die Förderbarkeit, das Druckverhalten und die Flüssigkeitsausbeute der Lagerstätte messen soll.

Bedeutung für das Gesamtprojekt in Namibia

Laut CEO Brian Reinsborough sind die anstehenden Messungen ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einer möglichen finalen Investitionsentscheidung für das Kavango-Projekt. Auf den namibischen Lizenzflächen hat ReconAfrica bislang 22 Strukturen kartiert, deren Bewertung maßgeblich von den Daten des anstehenden Fließtests abhängen wird.

Trotz des heutigen Kursanstiegs notiert die Aktie mit einem Abschlag von 55 Prozent weiterhin deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 0,8360 Euro, das Mitte Januar erreicht worden war.

Weitere Aktivitäten in Angola und Gabun

Neben den Kernaktivitäten in Namibia treibt das Unternehmen Explorationsarbeiten in weiteren afrikanischen Ländern voran. In Angola deuten Bodenproben aus dem Frühjahr auf ein aktives thermogenes Erdölsystem hin; dort könnte im kommenden Jahr ein 2D-Seismikprogramm folgen.

Im zentralafrikanischen Gabun soll die Neuverarbeitung von 3D-Seismikdaten für den 1.214 Quadratkilometer großen Ngulu-Block vor dem Ende des laufenden Jahres abgeschlossen werden. Parallel dazu bereitet ReconAfrica einen Ressourcenbericht vor und plant die Auswahl künftiger Bewertungsbohrungen für das dortige Loba-Vorkommen.

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