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Ramaco Resources Inc A Aktie: Chubb-Tochter muss Schaden zahlen

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 21:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Urteil bringt Ramaco Resources 30 Millionen US-Dollar; Anwaltskosten und mögliche Rechtsmittel bleiben offen.

Ramaco Resources erhält 30 Millionen Dollar nach Siloeinsturz
Abstrakte Darstellung einer modernen Bürofassade bei düsterem Licht zur Symbolisierung von Rechtsstreitigkeiten. Illustration mit AI erstellt.

Ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat West Virginia hat dem Rohstoffunternehmen Ramaco Resources eine Entschädigung in Höhe von 30 Millionen US-Dollar zugesprochen. Die Summe muss eine Tochtergesellschaft des Versicherungskonzerns Chubb zahlen. Hintergrund des Rechtsstreits ist der Einsturz eines Kohlesilos im Jahr 2018, der zu einem Teilschaden an der Aufbereitungsanlage Elk Creek führte.

Jury urteilt nach Siloeinsturz zugunsten des Unternehmens

Der zugesprochene Betrag setzt sich aus 27,5 Millionen US-Dollar für den entstandenen wirtschaftlichen Schaden sowie 2,5 Millionen US-Dollar für erlittene Unannehmlichkeiten zusammen. Die Frage der Übernahme von Anwaltskosten ist derzeit noch offen. Zudem steht der Gegenseite die Möglichkeit offen, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen.

Im deutschen Handel markierte die Aktie am Mittwoch bei einem Schlusskurs von 7,30 Euro ein neues 52-Wochen-Tief von 7,30 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten beläuft sich das Minus der Notierung damit auf 75 Prozent.

Hohe Investitionen für das Brook-Projekt

Neben der gerichtlichen Einigung steht bei Ramaco Resources vor allem die Erschließung neuer Vorkommen im Fokus. Für das Brook-Projekt bezifferte das Unternehmen den Investitionsbedarf zuletzt auf 3,2 Milliarden US-Dollar, zuzüglich einer Reserve von rund 0,8 Milliarden US-Dollar.

Einer entsprechenden Projektstudie zufolge liegt der potenzielle Vorsteuer-Nettobarwert bei 8,0 Milliarden US-Dollar bei einem jährlichen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1,3 Milliarden US-Dollar. Die erste Produktion wird auf das Jahr 2031 geschätzt.

Trotz dieser langfristigen Perspektiven bleiben die Finanzierungsanforderungen beträchtlich. Zudem dämpfen die Entwicklungen im Kohle-Kerngeschäft, wo die Bar-Kosten unter 100 US-Dollar je Tonne liegen, durch ein schwächeres Marktumfeld für hochflüchtige Kohle die Produktion und den Cashflow.

Die zugesprochene Zahlung aus dem Versicherungsverfahren verschafft dem Konzern zwar kurzfristig finanzielle Mittel, über den weiteren Kursverlauf dürften jedoch vor allem die Umsetzung der Bergbauprojekte und die Kapitalbeschaffung entscheiden.

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