Radcom Aktie: Vorstand genehmigt Aktienrückkauf
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 19:07 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer israelische Netzwerkspezialist Radcom hat ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm beschlossen und treibt damit die eigene Notierung an. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, hat der Vorstand Rückkäufe im Gesamtvolumen von bis zu 20 Millionen Dollar genehmigt. An der Börse stieß der Schritt auf unmittelbaren Zuspruch: Die Radcom-Aktie verzeichnet heute ein Plus von 5,6 Prozent und notiert bei 10,77 Dollar.
Das autorisierte Programm ist auf eine Laufzeit von 18 Monaten ausgelegt. Vor dem operativen Start der Zukäufe gilt eine 30-tägige Gläubigerfrist, nach deren Ablauf die Transaktionen am Markt beginnen können. Bereits bei der Vorlage der letzten Quartalszahlen hatte das Management Vorbereitungen für eine Rückkaufinitiative in dieser Größenordnung in Aussicht gestellt, nun erfolgte der finale Beschluss.
Solide Liquiditätspolster federn operatives Zwischentief ab
Finanzieren kann das Unternehmen die Maßnahme aus eigenen Mitteln. Zum Ende des zweiten Quartals 2026 verfügte Radcom über liquide Mittel und Äquivalente in Höhe von 109,7 Millionen Dollar, während die Bilanz weiterhin keine Schulden aufweist. Diese Barreserve verschafft dem Management die nötige Flexibilität, um Kapital an die Anteilseigner zurückzuführen, obgleich die jüngsten Geschäftszahlen von operativen Verzögerungen geprägt waren.
Im zweiten Quartal 2026 sank der Umsatz im Jahresvergleich um 33,4 Prozent auf 11,8 Millionen Dollar nach 17,7 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen verbuchte auf GAAP-Basis einen Nettoverlust von 3,1 Millionen Dollar oder 0,18 Dollar je Aktie.
Verantwortlich dafür waren Verzögerungen bei Kundenausrollungen infolge höherer Komponentenkosten und Engpässen beim Infrastrukturaufbau. Radcom betonte, dass es sich hierbei um zeitliche Verschiebungen und keinen Nachfrageverlust handele.
Neue Verträge und Jahresausblick im Fokus
Trotz der kurzfristigen Delle blickt das Management zuversichtlich nach vorn und bestätigte zuletzt die Prognose für das Gesamtjahr 2026. Angestrebt wird ein Jahresumsatz zwischen 57 und 63 Millionen Dollar. Zudem rechnet das Unternehmen damit, das Jahr auf Non-GAAP-Basis profitabel abzuschließen und 2027 zu einem zweistelligen Umsatzwachstum zurückzukehren.
Unterstützt wird dieser Ausblick durch jüngste Kundengewinne. Neben einer Vereinbarung mit CETIN Networks in der Slowakei sicherte sich Radcom kürzlich einen Auftrag der Vietnam Posts and Telecommunications Group für Cloud-native Service-Assurance. Derartige Vertragsabschlüsse stützen die Erwartung, dass sich die Projektverzögerungen der Vormonate sukzessive auflösen.
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