Puma, Aktie

Puma Aktie: Matthias Bäumer geht zum 30. September

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 09:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Puma verliert seinen Vertriebsvorstand, RBC reduziert das Kursziel auf 23 Euro. Der Halbjahresumsatz sank um 7,9 Prozent.

Fotorealistische Trainingshalle mit unmarkierten Sneakern und Sportgeraeten
PUMA SE (ISIN DE0006969603) zeigt fotorealistische Trainingshalle mit generischen unmarkierten Sportschuhen und Fitnessgeraeten Illustration mit AI erstellt.

Gestern gab der Sportartikelhersteller Puma den Rücktritt seines Vertriebsvorstands Matthias Bäumer bekannt. Der Manager verlässt das Unternehmen zum 30. September aus persönlichen Gründen. Die Nachricht belastete den ohnehin unter Druck stehenden Aktienkurs des MDax-Konzerns, der gestern mit einem Abschlag von 2,4 Prozent bei 21,55 Euro aus dem Handel ging. Parallel dazu senkten erste Analysten ihre Kursziele für den Sportartikelhersteller.

Personalwechsel im Vorstand

Matthias Bäumer ist seit fast 20 Jahren für Puma tätig und rückte im April 2025 in den Vorstand auf. In seiner Funktion als Chief Commercial Officer (CCO) verantwortete er zuletzt den weltweiten Vertrieb.

Bis eine dauerhafte Nachfolge feststeht, übernimmt Vorstandschef Arthur Höld interimistisch die Leitung der Vertriebsorganisation sowie die Steuerung der Tochtergesellschaften. Bäumer bleibt dem Konzern jedoch als Berater verbunden und behält sein Mandat im Aufsichtsrat von Borussia Dortmund.

Der plötzliche Abgang fällt in eine Phase strategischer Herausforderungen. Medienberichten zufolge erschwert die Personalie die Pläne von CEO Arthur Höld, zumal ein designierter Kandidat für die Leitung des Europageschäfts offenbar nicht zur Verfügung steht. Damit verliert die Führungsebene in einer Zeit an Stabilität, in der das Unternehmen mit einer schwächeren Nachfrage kämpft.

Analysten skeptisch für künftige Umsatzziele

Auch fundamental trübte sich die Stimmung ein: Die Bank RBC senkte gestern das Kursziel für die Aktie von 25 auf 23 Euro. Analyst Piral Dadhania verwies zwar auf leichte Fortschritte im dritten Quartal, sieht jedoch zunehmende Risiken für die Erreichung der Umsatzziele im Geschäftsjahr 2027. Die Einstufung "Sector Perform" wurde beibehalten.

Ab dem 1. Oktober wird der Vorstand damit vorerst auf vier Personen verkleinert. Das Gremium besteht künftig aus Arthur Höld als CEO, Mark Langer als Finanzvorstand, Maria Valdes als Chief Brand Officer und Andreas Hubert als Chief Operations Officer. Dass der Konzern vor schwierigen Aufgaben steht, zeigten bereits die Zahlen für das erste Halbjahr 2026, in dem der Umsatz um 7,9 Prozent auf 3,55 Milliarden Euro sank.

An der Börse spiegeln sich diese Sorgen deutlich wider. Mit dem gestrigen Kursrückgang notiert das Papier nun etwa 12 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 24,59 Euro. Damit entfernt sich die Aktie weiter von ihren langfristigen Durchschnittswerten und markierte gestern zeitweise den tiefsten Stand seit Ende März. Eine Unterstützung bietet vorerst das 52-Wochen-Tief, das bei 15,30 Euro liegt.

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