ProSiebenSat1, Aktie

ProSiebenSat.1 Aktie: Heisserer wird neue CFO

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 07:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ProSiebenSat.1 bestellt Ingrid Heisserer zur Finanzchefin, erweitert Joyn-Inhalte und meldet im Halbjahr 2026 ein EBITDA-Plus.

Modernes TV-Studio mit Kameras, Regiepult und beleuchteten Videowänden ohne Markenkennzeichen
ProSiebenSat.1 Media DE000PSM7770 zeigt ein modernes TV-Studio mit Kameras und beleuchteten Bildschirmen im Sendezentrum Illustration mit AI erstellt.

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 stellt die Weichen für eine personelle Neuausrichtung im Führungsgremium. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, wurde Ingrid Heisserer zur neuen Group Chief Financial Officer ernannt. Die Finanzmanagerin, die zuvor als CFO von RTL Deutschland tätig war, wird ihr Amt zum 1. Februar 2027 antreten. Sie folgt auf Interim-CFO Bob Rajan, der die finanziellen Geschicke des Unternehmens vorübergehend leitet.

Mit der Verpflichtung setzt der Vorstand auf Branchenerfahrung im europäischen Fernseh- und Streaming-Sektor. Für ProSiebenSat.1 markiert der geplante Wechsel einen weiteren Baustein, um nach einer Phase personeller Übergangslösungen wieder Kontinuität in der operativen Finanzführung zu verankern.

Digitale Vermarktung und Ausbau des Streaming-Angebots

Parallel zum personellen Umbau treibt das Unterföhringer Medienhaus seine Digitalstrategie auf inhaltlicher und technologischer Ebene voran. Am 10. September vereinbarte der Konzern eine Erweiterung des Lizenzabkommens mit Paramount Global Content Licensing für die DACH-Region.

Die Vereinbarung sichert der hauseigenen Streaming-Plattform Joyn exklusive Erstausstrahlungen von Serien wie „Navy CIS: Origins“ (Staffel 3) und „FBI: International“. Zudem umfasst der Kontrakt 1.372 Archiv-Episoden sowie 1.200 Folgen der Kindermarke Nickelodeon.

Das erweiterte Programmangebot soll die Reichweite der Streaming-Aktivitäten stärken und die Basis für die Monetarisierung vergrößern. Ergänzend dazu schloss die konzerneigene Vermarktungstochter Seven.One Media am 16. September neue Daten-Partnerschaften, um datengesteuerte Werbeformate weiter auszubauen. Das Unternehmen versucht so, im hart umkämpften Markt für Bewegtbildwerbung Werbetreibenden gezieltere Ausspielungen bereitzustellen.

Ertragskraft und verhaltener Jahresausblick

Auf operativer Seite zeigte sich das Geschäft zuletzt zweigeteilt. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte ProSiebenSat.1 ein EBITDA-Wachstum von 152 Millionen Euro. Die Ertragsverbesserung unterstreicht die Wirksamkeit von Effizienzmaßnahmen, die der Konzern zur Stützung der Rentabilität eingeleitet hat.

Dem positiven Halbjahresergebnis steht jedoch ein vorsichtiger Ausblick für das Gesamtjahr gegenüber. Medienberichten zufolge rechnet das Management für das Gesamtjahr 2026 mit einem Umsatzrückgang von 4 Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2025. Der anhaltende Druck auf den klassischen TV-Werbemarkt bleibt die zentrale Herausforderung für das Unternehmen.

An der Börse spiegeln sich die strukturellen Hürden im Kursverlauf wider. Am Dienstag schloss das Wertpapier bei 3,46 Euro. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus der Aktie auf 29 Prozent, womit sie 16 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt notiert.

Anzeige

ProSiebenSat.1-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ProSiebenSat.1-Analyse vom 23. September liefert die Antwort:

Die neusten ProSiebenSat.1-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ProSiebenSat.1-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ProSiebenSat.1: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | DE000PSM7770 | PROSIEBENSAT1 | boerse | 70163108 |