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Procter & Gamble Aktie: Braun-Werbung fällt durch

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 11:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

P&G streicht Wirkungsdauer-Angaben zum Braun IPL-Gerät und verlängert im Rahmen der Einigung die Geld-zurück-Garantie bis Jahresende.

Zartes Aquarell eines Haushaltsprodukt-Stilllebens mit ungebrandeten Flaschen und Handtüchern in Blau-Creme
Procter und Gamble US7427181091 als Aquarell Stillleben mit generischen Pflegeflaschen auf einem rustikalen Holzregal Illustration mit AI erstellt.

Italiens Wettbewerbsbehörde hat Procter & Gamble zu einem Rückzieher gezwungen. Der Braun Skin i-Expert IPL, ein Haarentfernungsgerät aus dem Konzernportfolio, darf nicht mehr mit dem Versprechen beworben werden, die Haut zwei Jahre lang haarfrei zu halten. Die AGCM sah die Behauptung als nicht ausreichend belegt an.

Verbindliche Zusagen statt Bußgeld

P&G hat sich gegenüber der italienischen Aufsicht zu konkreten Änderungen verpflichtet. Die Werbung für das Gerät verzichtet künftig auf die Zwei-Jahres-Angabe, ebenso auf jede Aussage darüber, wie lange die Wirkung anhält oder wie schnell sie eintritt. Im Gegenzug erweitert der Konzern die bestehende Geld-zurück-Garantie für das Produkt bis zum 31. Dezember.

Für P&G ist der Fall überschaubar. Es geht um ein einzelnes Gerät aus dem Braun-Sortiment, nicht um eine der großen Kernmarken wie Tide, Pampers oder Gillette. Verbraucherschutzverfahren dieser Art gehören für Konsumgüterkonzerne mit derart breitem Markenportfolio zum Alltag — Italiens Aufsicht hat in der Vergangenheit wiederholt Werbeaussagen in der Kosmetik- und Gerätebranche beanstandet.

Bemerkenswert ist trotzdem, dass ausgerechnet ein Premium-Gerät wie der Skin i-Expert IPL ins Visier geraten ist. Solche Geräte positioniert P&G bewusst im höherpreisigen Segment, mit langfristigen Wirkversprechen als zentralem Verkaufsargument. Fällt genau dieses Argument weg, könnte das die Vermarktung in anderen europäischen Märkten beeinflussen, sollte die Aufsicht anderer Länder ähnliche Zweifel anmelden.

Ein Kursrisiko lässt sich aus dem Verfahren nicht ableiten. Bußgelder sind nicht Teil der Einigung, und das betroffene Produktsegment macht nur einen kleinen Teil des Konzernumsatzes aus. Der Vorfall bleibt eine regulatorische Randnotiz — mit möglichen Folgen für die Werbesprache in weiteren Märkten, sollte die verbindliche Zusage aus Italien Schule machen.

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