Private Assets Aktie: Neue Sparte bündelt Wachstum
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 09:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Private Assets bringt zwei Industrietöchter unter ein gemeinsames Dach: Die Kieler Maschinenwerke GmbH und die ProValve GmbH gehen in der neu gegründeten Kiel Power Systems SE (KPS) auf. Die Gesellschaft ist bereits im Handelsregister eingetragen und soll Abläufe straffen sowie das Wachstum in einem gefragten Nischenmarkt beschleunigen.
Auftragsbuch bis 2027 gefüllt
KPS fertigt schwere Großmotorenkomponenten sowie Ventilteile für Kunden aus Rechenzentren, Energieversorgung, Schifffahrt und Verteidigung. Treiber ist vor allem der steigende Energiebedarf von KI-Rechenzentren, für die seit Mai 2026 in Kiel die Serienfertigung von Komponenten für 20-Zylinder-Gasmotoren läuft.
Der Auftragsbestand summiert sich auf 260 Millionen Euro, davon 110 Millionen Euro fest kontrahiert. Die restlichen rund 150 Millionen Euro gelten als weiche Aufträge. Die festen Bestellungen allein sichern die Kapazität nahezu bis Ende 2027 aus.
Beim Umsatz peilt KPS einen Sprung von 41 Millionen Euro im Jahr 2025 auf mehr als 50 Millionen Euro 2026 und über 90 Millionen Euro 2027 an. Parallel soll die EBITDA-Marge von über 5 Prozent im laufenden Jahr auf einen zweistelligen Wert 2027 steigen.
Um das Tempo zu halten, prüft das Unternehmen Finanzierungsoptionen für zusätzliche Maschinen und eine Verdopplung der Produktionskapazität am Standort Kiel, wo aktuell rund 210 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Konzernzahlen zeigen gemischtes Bild
Im ersten Halbjahr 2026 wuchs der Konzernumsatz von Private Assets um 18,9 Prozent auf 90,1 Millionen Euro. Das EBITDA blieb mit minus 0,9 Millionen Euro negativ, verbesserte sich aber gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis lag bei minus 6,4 Millionen Euro.
Belastet wurde das operative Geschäft durch Investitionszurückhaltung und Unterauslastung im Segment Automation & Technology. Positive Impulse kamen dagegen aus dem Industrial-Segment und der laufenden Integration der TAM Groupe. Die Eigenkapitalquote sank zum 30. Juni 2026 leicht auf 13,7 Prozent.
Die neue KPS-Struktur setzt damit einen Kontrapunkt zu den schwächeren Konzernkennzahlen: Während der Gesamtkonzern noch mit roten Zahlen kämpft, liefert das Gasmotoren-Geschäft konkrete Wachstumsziele bis 2027 und einen bereits gefüllten Auftragsbestand als Fundament.
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