Poongsan, Aktie

Poongsan Aktie: Gewinnprognose um 25 Prozent gesenkt

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 12:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Won-Aufwertung und verschobene Rüstungsauslieferungen belasten Poongsans Quartal; KB Securities senkt das Kursziel, hält aber an „Buy“ fest.

Poongsan-Aktie fällt 10 Prozent nach gesenkter Gewinnprognose
Glühende Kupferrollen in einer modernen Industriehalle während des Verarbeitungsprozesses. Illustration mit AI erstellt.

Eine deutliche Eintrübung der Gewinnerwartungen hat die Aktie von Poongsan am heutigen Mittwoch unter Druck gesetzt. Das Papier verbuchte ein Tagesminus von 10,0 % und rutschte auf 67.900,00 KRW ab. Auslöser für den Abverkauf waren gedämpfte Aussichten für das operative Ergebnis im dritten Quartal, die spürbar hinter den Markterwartungen zurückbleiben.

Medienberichten zufolge senkte das Analysehaus KB Securities am heutigen Mittwoch sein Kursziel für den Titel von zuvor 140.000 KRW auf 112.000 KRW. Die Einstufung beließen die Experten ungeachtet des reduzierten Kursziels auf „Buy“. Für das abgelaufene dritte Quartal rechnet das Institut nun mit einem operativen Gewinn von 84,7 Milliarden KRW. Diese Prognose liegt um rund 25 % unter dem bisherigen Konsens der Marktbeobachter.

Belastungsfaktoren im Kupfer- und Rüstungsgeschäft

Verantwortlich für den unerwartet deutlichen Rückgang sind gleich mehrere operative Gegenwinde in verschiedenen Unternehmensbereichen. Einerseits begrenzte eine Aufwertung des südkoreanischen Won die Margen und Erträge im Kupfersegment des Konzerns.

Andererseits machten sich Verzögerungen im Rüstungsbereich bemerkbar. Medienberichten zufolge verschoben sich sowohl offizielle Abnahmetests als auch geplante Exportauslieferungen. Die Kombination aus Währungseffekten im Metallgeschäft und zeitlichen Verschiebungen bei lukrativen Rüstungsaufträgen dämpfte die Profitabilität im Quartal maßgeblich.

Aufgrund des dynamischen Kursrückgangs griffen am Markt zeitweise Schutzmechanismen. Nach 13:00 Uhr Ortszeit wurden automatisierte Mechanismen zur Unterbrechung der Volatilität ausgelöst, um die starken Schwankungen der Notierung einzufangen. Durch die jüngsten Verluste vergrößerte sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf nunmehr 47 %.

Pensionsfonds baute Anteil im Vorfeld aus

Die scharfe Marktreaktion trifft auf eine veränderte Aktionärsstruktur. Noch vor wenigen Tagen hatte ein prominenter Großanleger seine Position aufgestockt. Am 2. Oktober meldete der National Pension Service of Korea einen Zukauf, mit dem er seine Beteiligung an Poongsan von zuvor 7,18 % auf 8,22 % erhöhte. Als Zweck der Transaktion gab der staatliche Pensionsfonds ein einfaches Investment an.

Ob sich die operative Schwächephase lediglich auf das dritte Quartal beschränkt oder auch die Folgequartale belasten wird, hängt wesentlich von der weiteren Abwicklung der verschobenen Rüstungslieferungen ab. Vor diesem Hintergrund dürften Anleger die Vorlage der endgültigen Quartalszahlen mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgen.

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