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Polestar Auto.adr/ a Aktie: Polestar 2 in Schweden nur noch ab Lager

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 04:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Schweden sind für den Polestar 2 nur noch Bestandsfahrzeuge verfügbar; die nächste Generation wird für 2027 erwartet.
Moderne Ladestation für Elektroautos in einer schwedischen Waldlandschaft bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Polestar hat Medienberichten zufolge am 20. Oktober die Annahme neuer Bestellungen für den Polestar 2 in Schweden eingestellt. Verfügbar sind demnach nur noch Lagerfahrzeuge. Ein Nachfolger wird für 2027 erwartet. Für Anleger rückt damit der Modellwechsel in den Mittelpunkt: Das bestehende Angebot ist begrenzt, während die nächste Generation noch eine Erwartung bleibt.

Lagerfahrzeuge statt neuer Bestellungen

Die Meldung betrifft ausdrücklich neue Bestellungen des Polestar 2 auf dem schwedischen Markt. Sie ist deshalb nicht mit einem vollständigen Verkaufsende gleichzusetzen. Die verbliebenen Fahrzeuge aus dem Bestand können weiterhin verkauft werden. Ebenso wenig lässt sich daraus ein weltweiter Bestellstopp ableiten.

Entscheidend ist die Trennung zwischen dem gemeldeten Bestellstatus und dem erwarteten Nachfolger. Während die Einschränkung für Schweden bereits berichtet wurde, ist die nächste Modellgeneration noch nicht als erfolgter Marktstart zu behandeln. Anleger sollten diese unterschiedlichen Verbindlichkeitsgrade bei der Bewertung des Übergangs berücksichtigen.

Auch bei der Standortplanung hat Polestar eine Entscheidung getroffen. Am 19. Oktober bestätigte das Unternehmen, die Pläne für eine globale Zentrale in Frihamnen in Göteborg aufzugeben. Die bestehenden Büros in Torslanda deckten den gegenwärtigen Bedarf, erklärte Polestar.

Diese Entscheidung betrifft die geplante neue Zentrale, nicht die Aufgabe der vorhandenen Büros. Zusammen mit der Bestellmeldung lenkt sie den Blick auf konkrete Anpassungen bei Polestar. Beide Vorgänge betreffen allerdings unterschiedliche Bereiche und sollten nicht als einheitliches Sparprogramm interpretiert werden.

Absatzentwicklung liefert einen verhaltenen Hintergrund

Die vor gut drei Wochen gemeldeten vorläufigen Verkaufszahlen zeigen nur wenig Wachstum. Im dritten Quartal 2026 erreichte Polestar geschätzte 14.371 verkaufte Fahrzeuge, ein Plus von 1 % gegenüber dem Vorjahr.

Die regionale Entwicklung fiel dabei unterschiedlich aus. Für die Einordnung des schwedischen Bestellstopps ist vor allem das Geschäft außerhalb der USA relevant, ohne daraus eine Ursache für die Entscheidung abzuleiten.

Außerhalb der USA sanken die geschätzten Verkäufe um 8 % auf 12.211 Fahrzeuge. Sämtliche genannten Verkaufszahlen sind vorläufig und können revidiert werden.

Eine skeptische Bewertung kam zudem von Barclays: Analyst Dan Levy senkte am 9. Oktober das Kursziel von US$15 auf US$5 und bestätigte die Einstufung „Untergewichten“.

Für Anleger stehen damit die begrenzte Verfügbarkeit des Polestar 2 in Schweden und der erwartete Modellwechsel im Vordergrund. Der schwache Absatz außerhalb der USA bildet den wirtschaftlichen Hintergrund, belegt aber keinen ursächlichen Zusammenhang mit dem Bestellstopp.

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