Polestar, US-Markt-Aus

Polestar: 7,65 Prozent nach US-Markt-Aus

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 20:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Polestar zieht sich vom US-Neuwagenmarkt zurück. Neue Regeln zu chinesischer Technik und schwache Verkaufszahlen belasten die Aktie schwer.

Polestar Aktie: Rückzug aus den USA nach neuen Regularien
Ein moderner, eleganter Polestar Elektro-PKW vor einer minimalistischen, urbanen Kulisse im goldenen Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Polestar steht vor einer radikalen Zäsur. Der Elektroautobauer gibt den US-Markt für Neuwagen endgültig auf. Anleger schickten die Aktie nach dieser Nachricht um 7,65 Prozent in den Keller.

Der Rückzug ist keine freiwillige Wahl. Neue US-Regularien verbieten ab dem Modelljahr 2027 Fahrzeuge mit chinesischer Vernetzungstechnik. Polestar verzichtet auf einen Einspruch gegen diese „Connected Vehicle Rule“. Damit verliert die Marke einen ihrer wichtigsten Wachstumsmärkte.

Absatzflaute und Rabattschlacht

Parallel dazu schwächelt der Absatz weltweit. Im zweiten Quartal sank das Verkaufsvolumen der Schweden um 4,0 Prozent auf 17.296 Einheiten. Dieser Dämpfer wiegt schwer, da das Unternehmen dringend operative Erfolge benötigt.

Um die Lager in Nordamerika vor dem Rückzug zu räumen, greift das Management zu drastischen Mitteln. Käufer erhalten beim Modell Polestar 3 derzeit Nachlässe von bis zu 27.000 US-Dollar. Marktbeobachter werten diese Aktion als aggressiven Ausverkauf, der die ohnehin schwachen Margen weiter belastet.

Kapitalmaßnahmen belasten Kurs

Finanzielle Sorgen verstärken den Verkaufsdruck. Polestar wandelte zuletzt Kredite der Großaktionäre Geely und Volvo im Wert von 640 Millionen US-Dollar in Eigenkapital um. Dieser Schritt stärkt zwar die Bilanz, verwässert aber die Anteile der übrigen Aktionäre deutlich.

Die Verluste des Herstellers bleiben hoch. Im ersten Quartal verbuchte Polestar ein Minus von 383 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge rutschte mit 3,2 Prozent in den negativen Bereich.

Charttechnisch ist das Papier nun massiv überverkauft. Der Relative-Stärke-Index (RSI) markiert mit einem Wert von 29,0 ein kritisches Niveau. Allein in den letzten 30 Tagen verlor der Titel rund 26 Prozent an Wert.

Polestar setzt nun alles auf die Karte Europa. Die Produktion des künftigen Polestar 7 in der Slowakei soll mögliche EU-Zölle umgehen. Das Unternehmen plant, sein globales Vertriebsnetz bis zum Jahresende auf 250 Standorte auszubauen.

Anzeige

Polestar Auto.adr/a-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Polestar Auto.adr/a-Analyse vom 29. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Polestar Auto.adr/a-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Polestar Auto.adr/a-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Polestar Auto.adr/a: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | US7311052010 | POLESTAR | boerse | 69897297 |