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Plug Power Aktie: Sparprogramm senkt Kosten

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 16:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Plug Power verbesserte die Marge und senkte Kosten, schreibt aber weiter Verluste. Analysten sehen dennoch deutliches Kurspotenzial.

Industrielle Elektrolyseur-Anlage mit Wasserstofftanks bei Sonnenaufgang, Plug Power Inc
Plug Power Inc US72919P2020 betreibt industrielle Elektrolyseur-Anlage mit Wasserstoff-Tanks und Rohren bei Sonnenaufgang Illustration mit AI erstellt.

Zwischen den Erwartungen einiger Wall-Street-Experten und der operativen Realität von Plug Power klafft eine deutliche Lücke. Während mehrere Analysehäuser der Aktie ein dreistelliges Erholungspotenzial zutrauen, ringt der US-Wasserstoffspezialist weiterhin mit tiefroten Zahlen und hohen Verlusten.

Am Freitag ging das Papier bei 1,82 Euro aus dem europäischen Handel. Damit notiert der Titel rund 55 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 4,04 Euro.

Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial

Trotz des schwachen Kursverlaufs trauen einige Marktbeobachter dem Unternehmen einen kräftigen Rebound zu. Der durchschnittliche Zielwert der Analysten liegt bei 3,20 US-Dollar, was einem rechnerischen Aufschlag von rund 60 Prozent entspricht.

Einzelne Häuser positionieren sich noch deutlich offensiver. So sieht das Analysehaus Roth MKM ein Aufwärtspotenzial von 147 Prozent, während H.C. Wainwright sogar ein Plus von 246 Prozent für möglich hält. Auch Canaccord Genuity traut den Papieren mit einem prognostizierten Zuwachs von 97 Prozent annähernd eine Verdopplung zu.

Viele Marktteilnehmer bleiben wegen der anhaltenden Unsicherheiten rund um die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Wasserstoffwirtschaft zurückhaltend.

Sanierungskurs drückt auf die Kosten

Operativ steht Plug Power vor einer anspruchsvollen Wende. Im zweiten Quartal wies das Unternehmen einen Nettoverlust von 190 Millionen US-Dollar aus, womit das kumulierte Defizit auf 8,7 Milliarden US-Dollar anwuchs. Gleichzeitig zeigen eingeleitete Sparprogramme erste Wirkung: Die operativen Aufwendungen sanken um 50 Prozent, und die Bruttomarge verbesserte sich von minus 30,7 Prozent im Vorjahreszeitraum auf minus 0,9 Prozent.

Für das anstehende Quartal rechnen Beobachter mit einem Umsatz von 185,14 Millionen US-Dollar bei einem Ergebnis von minus 0,07 US-Dollar je Aktie. Auf Gesamtjahressicht wird ein Erlös von 817,52 Millionen US-Dollar prognostiziert. Das Management peilt für das vierte Quartal ein positives operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDAS) an, während eine nachhaltige Profitabilität erst für das Jahresende 2028 in Aussicht gestellt wird.

Konzentration auf das Kerngeschäft

Anders als einige Wettbewerber im Energiesektor profitiert Plug Power bisher nicht von den stark steigenden Strom- und Kapazitätsbedarfen durch neue Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Der Konzern bleibt stattdessen auf seine angestammten Bereiche fokussiert, insbesondere auf Brennstoffzellensysteme für Gabelstapler und den Bau industrieller Elektrolyseure.

Ob die optimistischen Kursziele der Wall Street erreicht werden können, hängt daher maßgeblich davon ab, ob Plug Power seine Ausgaben weiter diszipliniert und die avisierten Meilensteine bei der Margenverbesserung bis Ende 2028 einhalten kann.

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