Perpetual, Aktie

Perpetual Aktie: Übernahmeverhandlungen mit EQT gescheitert

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 09:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Perpetual stoppt den Deal mit EQT und Windflower wegen hoher Umsetzungsrisiken. Die Aktie verliert 14 Prozent auf 10,10 Euro.

Perpetual weist EQT-Offerte zurück und beendet Übernahmegespräche
Abstrakte Darstellung einer angespannten Finanzumgebung mit unscharfen Silhouetten in einem Bürogebäude. Illustration mit AI erstellt.

Die monatelangen Verhandlungen über eine milliardenschwere Übernahme von Perpetual sind abrupt gescheitert. Der australische Finanzkonzern hat einen überarbeiteten Übernahmevorschlag von EQT AB und Windflower Pte zurückgewiesen. Das Management beschloss zugleich, sämtliche Gespräche mit den Interessenten zu beenden. Am Markt löste dieser Schritt heftige Verkäufe aus: Die Aktie brach heute um 14 Prozent ein und notiert bei 10,10 Euro.

Absage wegen zu hoher Risiken

Das Unternehmen begründete den Abbruch der Gespräche mit erheblichen Bedenken hinsichtlich der Umsetzung. Laut Mitteilung der Gesellschaft trug der nachgebesserte Vorschlag ein unannehmbares Maß an Transaktionsausführungsrisiko. Reuters zufolge war die Zurückweisung des Angebots der ausschlaggebende Grund für die deutliche Kursreaktion im Handel.

Zuvor hatte das Konsortium aus dem schwedischen Finanzinvestor EQT und Windflower Pte ein indikatives Gebot von 22,50 australischen Dollar je Anteilsschein vorgelegt. Der revidierte Entwurf sah zusätzlich die Möglichkeit einer Zwischendividende von bis zu 60 Cents je Aktie vor.

Diese Ausschüttung hätte die vorgesehene Gegenleistung im Rahmen des Übernahmeplans nicht verringert. Dennoch entschied sich das Board gegen eine Weiterführung der Verhandlungen, da die Unsicherheiten bei einem solchen Deal letztlich als untragbar für die Aktionäre eingestuft wurden.

Strategische Neuordnung im Fokus

Mit dem Ende der Übernahmeofferte steht Perpetual nun wieder vor der Aufgabe, seine eigene strategische Neuausrichtung voranzutreiben. Der Abschluss dieser Unternehmenstransaktion wird weiterhin für das vierte Quartal 2026 angestrebt.

Operativ verzeichnete das Institut im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegene Erlöse und ein höheres bereinigtes Ergebnis.

Durch das Scheitern der EQT-Offerte entfällt für die Anteilseigner die erhoffte Barabfindung zu einem festen Übernahmepreis. Für Anleger verschiebt sich die Aufmerksamkeit damit wieder vollständig auf die Umsetzung der Portfoliostrukturierung und den Verkaufsprozess der Vermögensverwaltung.

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