Perpetua Resources Aktie: Zacks stuft auf Strong Sell
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 13:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Analysehaus Zacks Research hat seine Einstufung für Perpetua Resources deutlich gesenkt. Die Experten stuften die Aktie des Rohstoffentwicklers von „Hold“ auf „Strong Sell“ herab.
Unerwartet hoher Quartalsverlust belastet
Im zweiten Quartal 2026 wies Perpetua Resources ein Ergebnis je Aktie von minus 0,78 US-Dollar aus. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem Fehlbetrag von lediglich minus 0,19 US-Dollar gerechnet.
Die Differenz von 0,59 US-Dollar je Anteilsschein sorgte für Enttäuschung, zumal im entsprechenden Vorjahresquartal noch ein positives Ergebnis von 0,08 US-Dollar zu Buche gestanden hatte. Für das Gesamtjahr rechnen Branchenbeobachter nun mit einem Verlust von 2,16 US-Dollar je Aktie.
Anleger reagierten am Markt zuletzt verhalten: Am Freitag schloss das Papier im europäischen Handel bei 17,08 Euro, was einem leichten Tagesplus von 3,4 Prozent entsprach. Vom 52-Wochen-Hoch bei 32,10 Euro bleibt der Titel jedoch weit entfernt.
Strategische Bedeutung des Stibnite-Projekts
Fundamental steht bei Perpetua Resources das Stibnite-Projekt im US-Bundesstaat Idaho im Mittelpunkt. Das Vorhaben gilt als strategisch bedeutsam für die US-Rohstoffversorgung, da es die einzige identifizierte heimische Reserve für Antimon darstellt.
China hatte die Lieferungen von Antimontrisulfid, das für mehr als 300 Munitionsarten benötigt wird, im Jahr 2021 eingestellt. Perpetua treibt die Erschließung voran und erhielt dafür erhebliche Unterstützung von staatlicher Seite.
Seit 2022 flossen dem Unternehmen über 87 Millionen US-Dollar vom US-Verteidigungsministerium und der US Army zu, darunter Mittel im Rahmen des Defense Production Act Title III. Zudem sicherte sich Perpetua Fördermittel über das Defense Ordnance Technology Consortium sowie aus dem OTIA-Programm der Armee.
Zusammen mit der US Army und dem Idaho National Laboratory wurde in Idaho Falls eine modulare Pilotanlage in Betrieb genommen, um die heimische Produktion von militärgeeignetem Antimontrisulfid zu demonstrieren.
Auch die US-Export-Import-Bank (EXIM) unterstützt das Vorhaben. Während die operative Vorbereitung mit frühen Bauarbeiten läuft, verlagert sich der Fokus der Anleger kurzfristig jedoch wieder auf die finanzielle Tragfähigkeit bis zum eigentlichen Produktionsstart.
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