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Permian Resour. Aktie: Zukauf treibt Prognose

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 04:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Permian Resources übertraf im dritten Quartal die Analystenschätzungen, schloss den Ridge-Runner-Erwerb ab und erhöhte das Förderziel für 2026.
Moderne Infrastruktur einer Industrieanlage in der Öl- und Gasbranche bei goldenem Sonnenlicht. Illustration mit AI erstellt.

Permian Resources hat im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen und gleichzeitig einen Milliardenzukauf in New Mexico abgeschlossen. Der Ölförderer hebt zudem seine Produktionsprognose an. An der Börse hatte die Aktie vor den Zahlen allerdings nachgegeben: Sie schloss zuletzt rund 6,5 Prozent im Minus.

Zahlen über den Erwartungen

Der Gewinn je Aktie lag bei 0,69 Dollar, Analysten hatten mit 0,60 Dollar gerechnet. Der Umsatz erreichte 1,96 Milliarden Dollar nach erwarteten 1,75 Milliarden. Der bereinigte freie Cashflow kam auf 846 Millionen Dollar, deutlich mehr als im zweiten Quartal, und das trotz niedrigerer Ölpreise.

Die Förderung stieg auf 457.500 Barrel Öläquivalent pro Tag, ein Plus von 22 Prozent zum Vorquartal. Beim Öl allein lag das Wachstum bei 5 Prozent. Gas- und NGL-Mengen legten stärker zu, weil Bohrungen wieder ans Netz gingen, die zuvor wegen negativer regionaler Gaspreise gedrosselt waren.

Auch bei den Kosten lieferte das Management. Die kontrollierbaren Cash-Kosten sanken auf 7,05 Dollar je Barrel Öläquivalent, den niedrigsten Wert der Firmengeschichte.

Ridge Runner als Kernstück

Strategisch wichtiger ist die Übernahme von Ridge Runner Resources II samt zugehöriger Royalty-Gesellschaft. Der Kaufpreis beträgt anfangs rund 1,025 Milliarden Dollar. Verkäufer sind Portfoliounternehmen des Finanzinvestors EnCap. Die Flächen grenzen direkt an das bestehende Kerngebiet im New-Mexico-Teil des Delaware-Beckens.

Hinzu kommen mögliche Earn-out-Zahlungen von bis zu 125 Millionen Dollar. Sie fließen nur, wenn der WTI-Preis in den Quartalen 2027 und 2028 über 70 beziehungsweise 80 Dollar je Barrel liegt. Das Risiko teilen sich Käufer und Verkäufer damit bei Preisschwankungen.

Insgesamt kaufte das Unternehmen rund 175 Positionen mit etwa 24.000 Netto-Acres für gut 1,15 Milliarden Dollar. Finanziert wurde der Deal aus liquiden Mitteln und Commercial Paper. Die Verschuldung soll dennoch zum Jahresende unter dem 0,5-Fachen des EBITDAX bleiben.

Prognose und Dividende

Die Ölproduktion für 2026 plant das Management nun im Mittel mit 202,5 Tausend Barrel pro Tag, 13,5 Tausend mehr als in der ursprünglichen Planung vom Februar. Die Investitionen liegen zwischen 1,975 und 2,075 Milliarden Dollar. Für das vierte Quartal peilt Permian Resources mehr als 210.000 Barrel Öl täglich an.

Die Aktionäre erhalten eine Basisdividende von 0,16 Dollar je Aktie, auf das Jahr gerechnet 0,64 Dollar. Der Vorstand hat sie beschlossen. Sie wird am 31. Dezember an Aktionäre ausgezahlt, die am 17. Dezember im Register stehen. Das entspricht einer Rendite von 2,7 Prozent.

Heute um 9:00 Uhr Central Time, 16:00 Uhr deutscher Zeit, stellt sich das Management in einer Telefonkonferenz den Fragen der Analysten. Dann dürfte sich zeigen, wie der Markt Zukauf und Prognoseanhebung einpreist.

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