PerkinElmer Aktie: Prognose rauf, China raus
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 12:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zwei Nachrichten auf einen Schlag: Der frühere PerkinElmer-Konzern, der inzwischen unter der Marke Revvity firmiert, übertrifft im zweiten Quartal die Erwartungen deutlich – und zieht sich zugleich aus einem chinesischen Geschäftsfeld zurück.
Im zum 5. Juli 2026 beendeten Quartal stieg der Umsatz auf 730 Millionen Dollar, ein Plus von gut einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn lag der Konzern deutlich über den Erwartungen: Das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte auf 1,41 Dollar, rund 0,20 Dollar mehr als von Analysten geschätzt. Auch der Umsatz übertraf die Konsensschätzung von etwa 703 Millionen Dollar klar.
Steuererstattungen befeuern die Marge
Ein Teil des Gewinnsprungs geht auf Rückerstattungen im Zusammenhang mit US-Importzöllen zurück. Rund 16 Millionen Dollar an solchen Tariff Refunds flossen ins operative Ergebnis ein und trugen nach Unternehmensangaben etwa 0,11 Dollar zum bereinigten Ergebnis je Aktie bei.
Die bereinigte operative Marge kletterte dadurch auf 28,9 Prozent, verglichen mit 26,6 Prozent im Vorjahreszeitraum. Für einen Diagnostik- und Life-Science-Konzern ist das eine spürbare Verbesserung, auch wenn der Sondereffekt nicht wiederholbar sein dürfte.
Rückzug aus China
Parallel zu den Zahlen meldete das Unternehmen eine Vereinbarung zum Verkauf seines Immundiagnostik-Geschäfts in China. Das Segment steuerte im Geschäftsjahr 2025 rund sechs Prozent zum Konzernumsatz bei. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende 2027 erwartet und steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
Weil das Geschäft künftig wegfällt, weist der Konzern seine Zahlen zusätzlich auf Pro-forma-Basis aus – ohne das China-Geschäft ergab sich im Quartal ein Umsatzplus von vier Prozent, organisch waren es drei Prozent.
Für das laufende Jahr rechnet das Management nun mit einem Pro-forma-Umsatz zwischen 2,83 und 2,86 Milliarden Dollar und hebt damit die bisherige Prognose an. Die Zielspanne liegt damit am oberen Rand der bisherigen Analystenerwartung von rund 2,83 Milliarden Dollar.
Bis zum geplanten Abschluss Ende 2027 bleibt das China-Geschäft formal Teil des Konzerns, fließt aber nicht mehr in die veröffentlichten Wachstumsziele ein. Der Konzern setzt damit auf ein schlankeres, margenstärkeres Portfolio – die eigentliche Bewährungsprobe steht mit dem Vollzug der Transaktion aber erst noch bevor.
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