Pensana Aktie: Bau in Longonjo wegen Finanzierung gedrosselt
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 10:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Bergbauunternehmen Pensana steht bei seinem zentralen Vorhaben vor finanziellen Hürden. Von den geplanten 165 Millionen US-Dollar einer durch Katar gestützten Investition sind bislang lediglich 15 Millionen US-Dollar eingegangen. Angesichts der offenen Mittel sah sich Pensana veranlasst, die Bauaktivitäten am Seltene-Erden-Projekt Longonjo vorläufig herunterzufahren, bis die weitere Finanzierung gesichert ist.
An den Finanzmärkten sorgte diese Entwicklung für deutlichen Abgabedruck. Am heutigen Montag verliert die Aktie 8,7 Prozent und notiert bei 0,5140 Euro. Im Tagesverlauf fiel das Papier zeitweise auf ein neues 52-Wochen-Tief von 0,4820 Euro zurück.
Zeitplan für Mine verschiebt sich
Die gedrosselten Arbeiten vor Ort wirken sich unmittelbar auf den weiteren Projektverlauf aus. Nach Unternehmensangaben wird nun erwartet, dass sich der Fertigstellungsplan von Longonjo von 2028 auf das späte Jahr 2028 ausdehnen wird. Trotz der aktuellen Verlangsamung kommt das Vorhaben nicht gänzlich zum Stillstand. Pensana bestätigte am Freitag, dass der Bau der Anlagen zu mehr als 30 Prozent abgeschlossen ist.
Um das Projekt dennoch durch die Phasen der Inbetriebnahme und der anlaufenden Produktion zu führen, hat das Management parallel detaillierte Finanzierungsgespräche mit bestehenden Großaktionären aufgenommen. Diese Verhandlungen sollen das benötigte Kapital für die Fertigstellung der Mine bereitstellen, während die verbleibenden katarischen Mittel ausstehen.
Partnerschaft für das Coola-Projekt vereinbart
Neben den Schritten rund um Longonjo verständigte sich Pensana am Freitag auf eine Neuordnung der Ressourcen bei einem weiteren Vorhaben. Das Unternehmen schloss eine Farm-in-Vereinbarung mit Tyranna Resources für das Coola-Projekt ab.
Im Rahmen dieser Übereinkunft verpflichtet sich Tyranna Resources, über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt 2,6 Millionen US-Dollar für das Projekt aufzuwenden. Durch diese Investitionen kann sich die Beteiligung von Pensana am Coola-Projekt im Gegenzug auf bis zu 20 Prozent verwässern.
Pensana bindet damit einen Partner ein, um die Arbeiten an diesem Zweitprojekt ohne unmittelbaren eigenen Mittelabfluss voranzutreiben, während die gesamte Aufmerksamkeit der Klärung der Liquiditätslage bei Longonjo gilt.
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