Pekabex, Gästehaus-Projekt

Pekabex: Berliner Gästehaus-Projekt beendet

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 12:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Pekabex meldete für das erste Halbjahr Verluste bei Betriebsergebnis und Konzernüberschuss, während der Umsatz nahezu stabil blieb.

Pekabex-Aktie steigt um 9,6 Prozent trotz Halbjahresverlust
Moderne Baustelle mit Betonfertigteilen auf einem Berliner Baugelände bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Pozna?ska Korporacja Budowlana Pekabex verzeichnete am heutigen Dienstag einen deutlichen Zuwachs. Das Papier verteuerte sich im Tagesverlauf um 9,6 Prozent auf 8,78 PLN. Ein konkreter unternehmensspezifischer Auslöser für diesen plötzlichen Anstieg wurde am Markt allerdings nicht benannt. Die Bewegung fällt in eine Phase operativer Veränderungen und vorgelegter Zwischenberichte.

Projekt in Berlin vorzeitig beendet

Am gestrigen Montag gab das Bauunternehmen eine Veränderung bei einem deutschen Bauvorhaben bekannt. Die Konzerntochter PGU GmbH schloss eine Vereinbarung mit der Berliner TSL Projekt I GmbH, um den bestehenden Vertrag über die Errichtung eines Gästehauses in Berlin einvernehmlich aufzulösen.

Gründe für das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit nannte das Unternehmen nicht. Pekabex machte in der Pflichtmitteilung zudem keine Angaben zum ursprünglichen Auftragsvolumen oder zu den finanziellen Auswirkungen, die sich aus der Vertragsauflösung für den Konzern ergeben.

Verlust im ersten Halbjahr

Die Vertragsauflösung folgt auf die Vorlage der jüngsten Halbjahreszahlen. Am 30. September veröffentlichte Pekabex den Zwischenbericht für die ersten sechs Monate. Der konsolidierte Umsatz lag in diesem Zeitraum bei 917,7 Millionen PLN und damit nur knapp über dem Vorjahreswert von 913,3 Millionen PLN.

Auf der Ertragsseite zeigte sich jedoch ein deutlicher Rückschlag. Zunehmender Margendruck drückte die Profitabilität spürbar, sodass sowohl das Betriebsergebnis als auch das Gesamtergebnis tief in die Verlustzone abrutschten.

Der operative Verlust belief sich im ersten Halbjahr auf 12,5 Millionen PLN, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein operativer Gewinn von 9,1 Millionen PLN zu Buche gestanden hatte. Unter dem Strich stand ein konsolidierter Nettoverlust von 15,3 Millionen PLN nach einem Vorjahresgewinn von 2,0 Millionen PLN.

Zweites Quartal unter Druck

Auch der Verlauf des zweiten Quartals machte die anhaltenden operativen Belastungen deutlich. Während das Unternehmen die Erlöse im Dreimonatsabschnitt auf Vorjahresniveau halten konnte, blieb die Ertragskraft spürbar hinter den früheren Ergebnissen zurück.

Medienberichten zufolge erreichte der Quartalsumsatz 508,91 Millionen PLN bei einem EBITDA von 7,4 Millionen PLN. Der auf die Aktionäre der Muttergesellschaft entfallende Nettoverlust belief sich im zweiten Jahresviertel auf 3,43 Millionen PLN.

Erholung an der Börse

Trotz der schwachen Halbjahresergebnisse und der unklaren Nachrichtenlage griffen Marktteilnehmer heute beherzt zu. Mit dem Niveau von 8,78 PLN notiert das Papier über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 8,55 PLN. Für eine dauerhafte Stabilisierung dürften in den kommenden Monaten vor allem Fortschritte bei der operativen Profitabilität und der weitere Auftragseingang im Baugeschäft entscheidend sein.

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