Peach Property Aktie: Turnaround mit rotem Vorzeichen
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 12:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Peach Property zeigt operativ deutliche Fortschritte – und schreibt trotzdem noch Verlust. Diese Kombination prägt die Halbjahreszahlen 2026, die der Schweizer Immobilienkonzern mit Fokus auf deutsche Mietwohnungen heute vorgelegt hat.
Der Reinverlust sank auf 3,6 Millionen Euro, nach 9,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Operativ läuft es dagegen deutlich besser: Das bereinigte EBITDA kletterte um 25 Prozent auf 29,9 Millionen Euro. Der Vorstand bestätigte die Jahresprognose.
Leerstand runter, Mieten rauf
Die Leerstandsquote im strategischen Portfolio fiel von 6,3 auf 3,3 Prozent – ein Rückgang um fast die Hälfte. Parallel dazu stiegen die Like-for-like-Nettomieteinnahmen um 5,1 Prozent auf 42,4 Millionen Euro. Der Nettokaltmietzins legte auf 6,68 Euro je Quadratmeter zu, wobei das Management noch rund 13 Prozent Aufholpotenzial zu den Marktmieten sieht.
Auch beim Forderungsausfall zeigt sich die Verbesserung: Das Inkassorisiko sank von 4,4 auf 1,1 Prozent. Die Nettobetriebsmarge im strategischen Portfolio erreichte 75 Prozent.
Entschuldung schneller als geplant
Beim Schuldenabbau hat Peach Property ein selbst gestecktes Ziel bereits zwei Jahre früher erreicht. Die Loan-to-Value-Quote fiel auf 45,2 Prozent – das war eigentlich erst für 2028 anvisiert. Die Gesamtverschuldung sank von 1.022 auf 854 Millionen Euro, unterstützt durch Immobilienverkäufe und die Rückzahlung der Wandelanleihe über 54 Millionen Euro.
Das Verhältnis von Schulden zu EBITDA verbesserte sich von über dem 20-Fachen auf das 15,5-Fache. Bis 2028 soll dieser Wert weiter auf 12 bis 13 sinken. Rund 90 Prozent der Schulden sind fest verzinst, größere Fälligkeiten stehen erst im März 2028 an.
Das strategische Portfolio, auf das sich der Konzern konzentriert, macht inzwischen 80 Prozent der Gesamtvermögenswerte aus – vor einem Jahr waren es noch 74 Prozent. Rund 2.054 Wohneinheiten wurden im ersten Halbjahr veräußert, die Erlöse flossen in den Schuldenabbau. Die verbleibenden nicht-strategischen Bestände mit einem Marktwert von 185 Millionen Euro sollen bis Ende 2027 komplett abgestoßen werden.
Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seiner Prognose fest: Die Funds from Operations sollen zwischen 17 und 19 Millionen Euro liegen, das Mietwachstum im strategischen Portfolio bei rund 6 Prozent. Ob dieses Ziel erreicht wird, hängt maßgeblich davon ab, ob sich die Dynamik der ersten sechs Monate im zweiten Halbjahr fortsetzt.
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