PDF Solutions: Exensio Aurora kommt im September
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 04:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit einer neuen Daten- und Analysearchitektur reagiert PDF Solutions auf den wachsenden Datenhunger in der Halbleiterindustrie. Das Unternehmen stellte am 9. September seine Plattform Exensio Aurora vor, die speziell für die Verarbeitung von Fertigungsdaten im Petabyte-Bereich konzipiert ist.
Ziel der neuen Systemarchitektur ist es, den Einsatz von sogenannter agentischer künstlicher Intelligenz über den gesamten Fertigungsprozess und die Lieferkette hinweg zu ermöglichen.
Bausteine für Erstanwender im September
Die Plattform soll Chipfertigern dabei helfen, die immer komplexer werdenden Produktionsdaten strukturiert zu erfassen und automatisiert auszuwerten. PDF Solutions gab bekannt, dass Exensio Aurora noch im September 2026 im Rahmen eines Beta-Programms für ausgewählte Erstanwender bereitgestellt wird.
Diese Version umfasst mehrere Kernmodule: Neben skalierbaren Analysewerkzeugen und Schnittstellen zählen dazu ein dediziertes Datenhaus für Fertigungsdaten, automatisierte Analysen sowie die Komponenten StudioAI und Advanced Feed Forward. Die erste öffentliche Demonstration der Plattform ist für den 15. und 16. Oktober auf der Kundenveranstaltung des Unternehmens in San Francisco geplant.
Mit dem Schritt versucht das Software- und Messtechnikunternehmen, seine Position bei der Prozessoptimierung von Halbleitern auszubauen. Durch den Übergang auf kleinere Strukturgrößen fallen bei der Chipherstellung exponentiell wachsende Datenmengen an. Dies zwingt Fertiger dazu, Fehlerursachen schneller aufzuspüren und ihre Ausbeute softwaregestützt zu sichern.
Rückenwind durch positive Branchenstimmung
Die strategische Ausrichtung trifft auf ein wohlwollendes Marktumfeld für Spezialisten im Bereich der Halbleiterfertigung. Vor der Vorstellung der neuen Software hatte Morgan Stanley die Beobachtung der Aktie mit einer Einstufung als „Overweight“ und einem Kursziel von 62,00 $ aufgenommen.
An der Börse spiegelte sich die Zuversicht in den vergangenen Monaten bereits deutlich wider: Seit Jahresanfang steht bei dem Papier ein Zuwachs von 58 Prozent zu Buche. Im deutschen Handel ging der Titel am vergangenen Freitag mit einem Schlusskurs von 38,60 Euro aus dem Handel.
Für Anleger kommt es in den kommenden Wochen darauf an, ob die geplante Präsentation in San Francisco erste konkrete Hinweise auf das Kundeninteresse und die spätere kommerzielle Umsetzung von Exensio Aurora liefert.
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