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Partners Group Aktie: Prüft 800-Millionen-Euro-Übertragung

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 05:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Partners Group erwägt ein Übertragungsvehikel für Kredite über 800 Millionen Euro, während Ertragsziele und Führungswechsel die Aktie belasten.

Fotorealistischer Investment-Boardroom eines Private-Markets-Unternehmens in Zug, Schweiz. Langer Holztisch mit Lederstühlen und Tablets, große Panoramafenster mit Blick auf Alpen und Zugersee. Kein Logo
Partners Group Boardroom in Zug CH0024608827 mit Bergblick, langer Holztisch und digitale Tablets Illustration mit AI erstellt.

Die Restrukturierung von Bestandsportfolios gewinnt im Private-Markets-Sektor an Bedeutung. Wie Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, prüft Partners Group die Überführung von privaten Krediten im Volumen von rund 800 Millionen Euro in ein sogenanntes Continuation Vehicle.

Betroffen von dieser geplanten Transaktion wären Kredite aus älteren Fondsjahrgängen, konkret den Private Markets Credit Strategies 2018 und 2020 sowie aus dem fünften, sechsten und siebten Multi-Asset-Credit-Fonds.

Mehr Flexibilität für bestehende Kreditfonds

Ein solches Übertragungsvehikel ermöglicht es Asset Managern, Engagements über die reguläre Laufzeit der ursprünglichen Fonds hinaus zu halten und gleichzeitig Investoren Optionen für Liquidität oder einen Verbleib im Portfolio anzubieten.

Dass Partners Group diesen Schritt für ein Paket von 800 Millionen Euro erwägt, verdeutlicht die veränderten Bedingungen am Markt für private Kredite, an dem Refinanzierungen und Ausstiege anspruchsvoller geworden sind.

Der Schritt fügt sich in weitergehende Anpassungen der Kapitalstrukturen ein. Am 8. September schlug die in London notierte, von Partners Group verwaltete Partners Group Private Equity Ltd. ihren Anteilseignern eine Struktur mit zwei getrennten Anteilsklassen vor.

Investoren sollen demnach wählen können, ob sie in der bestehenden Anlagestrategie engagiert bleiben oder in eine sogenannte Realisation-Kategorie wechseln. Diese soll eingezahltes Kapital schrittweise an die Anteilseigner zurückführen.

Sollte die Nachfrage nach den Realisation Shares eine Schwelle von 40 Prozent überschreiten, will der Verwaltungsrat die Zustimmung der Eigentümer für eine geordnete Abwicklung des Gesamtportfolios einholen.

Strategische Initiativen und schwächere Erträge

Neben der Portfoliosteuerung setzt der Schweizer Vermögensverwalter auf selektives Wachstum. Am 10. September eröffnete Partners Group ein Büro in Stockholm, das unter der Leitung von Carina Spitzkopf, Head of Direct Lending DACH & Nordics, Investitionen in den nordischen Ländern ausbauen soll.

Zudem meldete das Unternehmen am 15. September eine Partnerschaft mit der Sporttalentagentur SEG, bei der Partners Group im Auftrag ihrer Kunden zum größten externen Anteilseigner aufstieg und weiteres Expansionskapital bereitstellen will.

Belastet wurde das Sentiment allerdings durch die Halbjahreszahlen von vor gut drei Wochen.

Ausschlaggebend für die verhaltene Aufnahme am Markt war vor allem das Performance Income, das im ersten Halbjahr bei 216 Millionen Franken lag. Partners Group rechnet für das Gesamtjahr mit einem Anteil des Performance Income von 20 bis 25 Prozent an den Gesamterträgen – eine Spanne, die unter dem mittel- bis langfristigen Zielkorridor von 25 bis 40 Prozent verharrt.

Zusätzliche personelle Veränderungen folgten mit der Ankündigung des Führungswechsels von vor rund zwei Wochen. CEO David Layton wird zum 1. Januar 2027 aus dem Exekutivgremium ausscheiden und die Rolle des Chief Investment Officer übernehmen, während Roberto Cagnati und Juri Jenkner als Co-CEOs nachfolgen.

Am Markt spiegeln sich diese Übergänge in anhaltender Zurückhaltung wider: Die Partners-Group-Aktie ging am Freitag mit einem Schlusskurs von 648,60 Euro aus dem Handel.

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