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Partners Group Aktie: Anteil an atNorth bestätigt

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 23:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Partners Group meldet im ersten Halbjahr weniger Gewinn, steigende Kapitalzusagen und neue Infrastrukturinvestitionen bei gesenkter Gebührenprognose.

Isometrische 3D-Illustration einer modernen Private-Markets-Bürolandschaft. Konferenzraum mit ovalem Tisch, Trading-Desk mit Monitoren, Bibliothek mit Bücherregalen. Navy und Warmgrau, Vogelperspektive. Kein Logo
Partners Group CH0024608827 zeigt isometrische 3D-Illustration des Private-Markets-Büros mit Konferenzraum und Desk Illustration mit AI erstellt.

Während Partners Group ihre Halbjahreszahlen mit gesenkter Gewinnprognose und dem angekündigten Rückzug von Konzernchef David Layton verdaut, treibt der Vermögensverwalter parallel seine Investitionsoffensive voran. Am heutigen Mittwoch bestätigte das Unternehmen den Erwerb eines Zehn-Prozent-Anteils an atNorth, einer pan-nordischen Datencenter-Plattform, deren kontrahiertes EBITDA sich zuletzt verdoppelt hat.

Der Zukauf reiht sich in eine Serie von Transaktionen im August und September ein, die zeigen, dass Partners Group trotz schwächerer Ertragslage am Ausbau ihres Portfolios in Infrastruktur- und Konsumgütersegmenten festhält.

Im August hatte das Unternehmen bereits eine Mehrheitsbeteiligung an AVK Power Solutions angekündigt, einem Anbieter von Strominfrastruktur für Rechenzentren in Großbritannien und Europa.

Geplant ist ein Eigenkapitaleinsatz von einer Milliarde US-Dollar, das Management von AVK behält eine Minderheitsbeteiligung. Ziel ist der Umbau zu einer Energy-as-a-Service-Plattform mit Microgrids, gestützt auf eine Projektpipeline von über zwei Gigawatt.

Aroma-Zone als weiterer Baustein

Zusätzlich verhandelt Partners Group laut Medienberichten exklusiv über die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an Aroma-Zone, einer französischen Marke für Naturkosmetik und Wellness, die zuvor Eurazeo gehörte. Die Bewertung des Zielunternehmens wird auf rund 2,3 Milliarden US-Dollar taxiert. Ein Abschluss der Gespräche wurde bislang nicht vermeldet.

Diese Investitionstätigkeit steht im Kontrast zu den am heutigen Mittwoch veröffentlichten Halbjahreszahlen, die für Anleger den eigentlichen Belastungsfaktor darstellten. Der Ertrag sank im ersten Halbjahr um 7 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken, der Gewinn brach um 13 Prozent auf 502 Millionen Franken ein.

Besonders die Performance Fees, die traditionell als Gewinntreiber gelten, fielen um 39 Prozent auf 216 Millionen Franken und machen nur noch 19 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Entsprechend senkte das Unternehmen seine Guidance für Performance Fees im laufenden Jahr von zuvor 25 bis 40 Prozent auf nunmehr 20 bis 25 Prozent.

Verwaltetes Vermögen wächst trotz Gegenwind

Nicht alle Kennzahlen fielen schwach aus: Das verwaltete Vermögen stieg auf 186 Milliarden Franken gegenüber 185 Milliarden Ende 2025, die Management Fees legten um 6 Prozent auf 905 Millionen Franken zu. Auch bei den Kapitalzusagen zeigte sich Dynamik – im ersten Halbjahr kamen 16,0 Milliarden Franken zusammen, verglichen mit 12,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen seine Zielspanne von 26 bis 32 Milliarden US-Dollar bei den Zusagen, während aus auslaufenden Closed-End-Programmen Tail-down-Effekte von 10 bis 13 Milliarden US-Dollar erwartet werden.

Die Aktie reagierte auf die Gemengelage verhalten: Sie notiert aktuell bei 715,00 Euro und damit 1,1 Prozent leichter als am Vortag, nachdem sie über die vergangenen sieben Handelstage bereits 8,4 Prozent verloren hatte.

Der Kurs liegt damit nur noch rund 4 Prozent über dem 52-Wochen-Tief, das erst kürzlich markiert wurde, während der Abstand zum 52-Wochen-Hoch aus dem vergangenen September inzwischen 42 Prozent beträgt.

Für Anleger bleibt die Kernfrage, ob die operative Wachstumsdynamik bei Vermögen und Kapitalzusagen die schwächelnden Performance Fees und den bevorstehenden Führungswechsel zum Jahresende kompensieren kann. Die parallel laufende Investitionsoffensive in Datencenter-Infrastruktur und Konsumgütermarken signalisiert zumindest, dass das Management operativ nicht auf der Bremse steht.

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