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Paramount Aktie: Warner-Deal nimmt Hürde

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 20:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Paramount Skydance einigt sich mit Kalifornien und elf US-Staaten auf Bedingungen für den rund 110 Milliarden Dollar schweren Warner-Kauf.

Paramount Skydance räumt letzte Hürde für Warner-Übernahme aus
Abstrakte Darstellung eines modernen Medien-Unternehmensumfelds mit architektonischen Lichtreflexionen bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Monatelang stand die milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery unter dem Damoklesschwert einer Wettbewerbsklage. Jetzt ist die Blockade offenbar aus dem Weg geräumt: Paramount Skydance hat sich mit Kalifornien und elf weiteren US-Bundesstaaten geeinigt, die den rund 110 Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss per Klage stoppen wollten.

Zugeständnisse als Preis für den Durchbruch

Die Einigung hat ihren Preis. Paramount sagt zu, über fünf Jahre 1,5 Milliarden Dollar in die Filmproduktion in Kalifornien zu investieren, und verpflichtet sich, keines der beiden Studiogelände im Bundesstaat zu verkaufen. Für die Nachrichtensender CNN und CBS News entsteht ein neues redaktionelles Aufsichtsgremium, besetzt ausschließlich mit Journalisten – Manager und Aktionäre bleiben außen vor.

Hinzu kommt ein festes Produktionsziel: In den ersten zwei Jahren nach der Fusion sollen die Studios gemeinsam 30 Filme pro Jahr in die Kinos bringen, danach steigt die Vorgabe auf 32. Verfehlt Paramount das Ziel, wird pro fehlendem Film eine Strafe von 30 Millionen Dollar fällig. Auch mit der Gewerkschaft der Drehbuchautoren gibt es eine Einigung – 17,5 Millionen Dollar fließen in einen Gesundheitsfonds für Autoren.

Vier Bundesstaaten, darunter New York und Massachusetts, hatten sich zunächst gegen die kalifornische Vereinbarung gesperrt. Sie gaben ihren Widerstand erst auf, nachdem Paramount und Kalifornien sich auf die Bedingungen verständigt hatten.

CNN als Politikum

Die Brisanz des Deals lag von Anfang an bei CNN. Der Sender berichtet regelmäßig kritisch über Präsident Donald Trump, während Paramount-Eigentümer Larry Ellison als Trump-Unterstützer gilt. Kritiker befürchteten, die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN könnte unter der Kontrolle der Ellison-Familie leiden. Das neue Aufsichtsgremium soll genau diese Sorge entkräften.

Konzernchef David Ellison, Sohn des Tech-Milliardärs, treibt die Übernahme voran, um Paramount aus seiner Rolle als vergleichsweise kleinem Branchenplayer herauszuführen. Im vergangenen Jahr hatte sich zunächst Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts geeinigt – Paramount überbot den Rivalen jedoch mit einem Angebot für den gesamten Konzern samt Fernsehsendern.

Die US-Regierung hatte den Deal bereits ohne Auflagen genehmigt, die EU-Kommission stimmte mit der Bedingung zu, dass Paramount aus dem gemeinsamen Filmvertrieb mit Universal Pictures in Europa aussteigt. Der ursprünglich für Frühjahr 2027 angesetzte Prozesstermin zur Klage wird mit der Einigung hinfällig.

Zeit bleibt Paramount trotzdem knapp bemessen. Ab Oktober muss der Konzern den Warner-Aktionären zusätzlich zum Kaufpreis eine tägliche Gebühr von sieben Millionen Dollar zahlen, sollte die Übernahme bis dahin nicht abgeschlossen sein – eine Zusage, mit der Paramount seinerzeit Zuversicht in den fristgerechten Abschluss signalisieren wollte.

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