PANDION Aktie: M&A-Prozess sucht Investoren
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 10:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Sanierungsbemühungen bei PANDION bestimmen das Bild für die Gläubiger der Unternehmensanleihe. Das Papier schloss gestern bei 4,80 Euro, was einem Tagesplus von 2,1 Prozent entspricht. Während die Notiz damit weiterhin auf einem gedrückten Niveau verharrt, läuft im Hintergrund die Suche nach tragfähigen Lösungen für die Unternehmensgruppe und deren Projektgesellschaften.
M&A-Prozess und Suche nach Investoren
Im Zentrum der Neuordnung steht die Sondierung des Marktes. Vor rund zwei Wochen wurde die Einleitung eines M&A-Prozesses bekannt, nachdem der vorläufige Gläubigerausschuss der Beauftragung eines M&A-Beraters zugestimmt hatte. Ziel ist die Prüfung strategischer Optionen sowie die Identifizierung potenzieller strategischer Partner und Finanzinvestoren.
Gegenstand dieser Überprüfung sind sowohl die Gesellschaften im vorläufigen Insolvenzverfahren als auch nicht insolvente Einheiten der PANDION-Gruppe. Zur Diskussion stehen mögliche Transaktionen für die gesamte Unternehmensgruppe ebenso wie Verkäufe einzelner Unternehmensteile.
Liquiditätsengpass und Belastungen im Portfolio
Die Schieflage hatte sich im Sommer verschärft. Vor über einem Monat stellte die PANDION AG beim Amtsgericht Köln einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung.
Dieser Schritt betraf neben der Holding auch mehrere Tochtergesellschaften, darunter die PANDION Real Estate GmbH sowie Einheiten für Projektmanagement, Vertrieb, Design und Engineering. Auslöser war eine angespannte Liquiditätslage, nachdem ein wesentlicher Finanzierungsbaustein entgegen den vorherigen Erwartungen weggefallen war.
Der Geschäftsbetrieb sollte trotz des Verfahrens fortgeführt werden. Bei der Unternehmensanleihe 2021/2028 im Volumen von 45 Millionen Euro konnte die Zinszahlung infolge der Finanzierungslücke nicht fristgerecht geleistet werden. Die Anleihe ist mit einem Kupon von 8,00 Prozent pro Jahr ausgestattet und läuft regulär bis zum 5. August 2028.
Herausforderndes Marktumfeld für Gewerbeimmobilien
Zusätzlich geriet das Projektportfolio unter Druck. Vor gut einer Woche führte eine interne Portfolioüberprüfung dazu, dass für zwei weitere Projektgesellschaften Insolvenzanträge angekündigt wurden. Bereits Ende August hatten elf Projektgesellschaften den Gang zum Insolvenzgericht antreten müssen, weil sich die Liquiditätsprobleme der Muttergesellschaft auf die Projektstrukturen übertragen hatten.
Die Ursachen der Krise reichen bis in das Geschäftsjahr 2025 zurück. Neben gestiegenen Finanzierungskosten und Verzögerungen auf den Transaktionsmärkten führten insbesondere Wertberichtigungen bei Gewerbeobjekten zu einer deutlichen Eintrübung.
Der Ausgang des M&A-Verfahrens bildet nun den entscheidenden Faktor für die künftige Bedienung der Verbindlichkeiten.
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